Gestaltend gedenken: Acht von 55 Einsendungen zu „Marburger Jägern“

Eine Vorentscheidung zur Gedenkinstallation im Schülerpark für die Opfer der Marburger Jäger ist gefallen. Die Jury unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Thomas Spies zog Acht von 55 Bewerbungen in die engere Auswahl.

Diese Bewerberungen stellen sich am Donnerstag (24. Mai) in einem „Forum Kunstwettbewerb“ der Stadtöffentlichkeit vor. Bis Sonntag (10. Juni) wird die Jury entscheiden, wer den Wettbewerb gewinnt.
Dabei werden drei Preise vergeben. Der 1. Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 1.500 und der 3. Preis mit 1.000 Euro.
Das Stadtparlament hatte im Dezember 2016 den Beschluss zu diesem Kunstwettbewerb gefasst. Der Fachdienst Kultur der Stadt übernahm die Organisation und startete einen internationalen Kunstwettbewerb, an dem sich auch Kunstschaffende aus Frankreich, Belgien und Namibia – den Einsatzorten der „Marburger Jäger“ zwischen 1871 und 1914 – beteiligten.
Die künftige Gedenkinstallation soll laut Parlamentsbeschluss „in direkter Kommunikation/Konfrontation“ mit dem Kriegerdenkmal im Schülerpark stehen. Zugleich soll sie „ein Beitrag für die Aufarbeitung der Geschichte des Militarismus in Marburg und ein lokaler Beitrag für eine Kultur des Friedens und der Völkerverständigung sein“.
Kriterien für die Beurteilung durch die Jury waren daher die künstlerische Originalität, die Einbindung in den Schülerpark und die Auseinandersetzung mit dem bestehenden Jäger-Denkmal. Wichtig waren auch der Bezug zum historischen Thema „Marburger Jäger“ und zu problematischer Traditionspflege sowie aktuelle Bezüge zu Militarismus, Postkolonialismus und internationale Beziehungen.
Thematisch sollten alle Opfer-Gruppen eingebunden sein. Zudem musste Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap bestehen.
Bis zum Einsendeschluss waren 55 Bewerbungen aus fünf Ländern eingegangen. Über diese Beiträge hat die Jury am Freitag (19. Januar) entschieden.

*pm: Stadt Marburg

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