Ideen im Wettstreit: Votieren über Gründungsprojekte aus Marburg

Drei Marburger Gründungsideen treten in einem landesweiten Wettbewerb an. Interessierte können darüber bis Donnerstag (19. Oktober) abstimmen.
Im landesweiten Gründungswettbewerb von Hessen Ideen wetteifern in diesem Jahr 34 innovative Ideen um den Titel „Beste Gründungsidee aus einer hessischen Hochschule“. Wer beim öffentlichen Online Voting unter hessen-ideen.de/wettbewerb/ideen/voting bis Donnerstag (19. Oktober) die meisten Stimmen sammelt, sichert sich einen Platz im Finale des Wettbewerbs.
Alle hessischen Hochschulen waren aufgerufen, bis zu drei ihrer besten Gründungsideen für den Wettbewerb zu nominieren; 15 Hochschulen haben in diesem Jahr eine oder mehrere Ideen ins Rennen geschickt. Aus der Philipps-Universität sind gleich drei Gründungsprojekte dabei.
„Calis“ist eine Fitness-App, die verspricht effizienter und günstiger zu sein als ein Personal Trainer und darüber hinaus jederzeit verfügbar. Mit einer Kombination aus Künstlicher Intelligenz und Computer Vision unterstützt die App des Gründerteams Ruslan Spartakov, Elias Zitterbarth und Yusuf Oezen das Training mit dem eigenen Körpergewicht (Calisthenics). Die Bewegungen werden von der Smartphone-Kamera in Echtzeit analysiert und die App gibt präzises Feedback über die Qualität der Übungsausführung. Die App korrigiert die Technik, gestaltet Trainingspläne und stärkt mit sportpsychologischen Elementen die Motivation.
„TecLex“ ist eine auf KI basierende Datenbank, die die juristische Recherche beschleunigen soll. Das Gründungsteam Leonie Balla, Vera Kar, Kevin Wolf will damit Jurist*innen bei der Recherche unterstützen und so den Arbeitsalltag erleichtern. Die veraltete Technologie, die bestehende juristische Datenbanken meist nutzen, macht die Recherche sehr zeitaufwendig. Daher hat TecLex eine Datenbank gebaut, deren Algorithmus dank moderner mathematischer Technologien Kontexte bei der Recherche berücksichtigen kann. Somit ist TecLex die erste juristische Datenbank, die semantische Zusammenhänge erkennt.
„Spenden-Senden“ schickt eine smarte Art zu spenden ins Rennen. Die Plattform spenden-senden.de von Gründer Pablo Meier bringt soziale Gruppen wie Tafeln, Kinder- und Tierheime, Streetworker, Suchthilfen oder auch Sportvereine in sozialen Brennpunkten online mit passenden Spenderinnen und Spendern zusammen. Statt anonymer Geldspenden sollen benötigte Produkte über ein persönliches und nachhaltiges soziales Netzwerk direkt an die Hilfesuchenden gesendet werden können. Der Weg der Spende lässt sich dabei genau nachverfolgen.
Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung werden am Donnerstag (23. November) die Gewinner bekannt gegeben. Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld werden auf die ersten drei Plätze verteilt. Zusätzlich erhalten alle Finalist*innen ideelle Unterstützung durch ein Pitch-Training, professionelles Feedback sowie 500 Euro Roadshow-Budget für Messeauftritte oder Marketing.
Hessen Ideen ist eine Initiative des Landes Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischer Unternehmen. Neben dem Hessen Ideen Wettbewerb werden unternehmerische Ideen mit den Säulen Hessen Ideen Stipendium, Hessen Ideen Crowdfunding und dem Hessen Ideen Hochschulnetzwerk entdeckt und gefördert. Die Gründungsförderungen der Hochschulen arbeiten dabei in einem Netzwerk Hand in Hand zusammen, um den Gründer*innen eine möglichst große Bandbreite an Unterstützungsangeboten bieten zu können. Die Initiative Hessen Ideen wird von UniKasselTransfer an der Universität Kassel in Kooperation mit HIGHEST von der Technischen Universität Darmstadt koordiniert.
Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Hessischen Ministerin Angela Dorn. Erstmals ausgeschrieben im Jahr 2016, wurden bislang fast 300 Ideen für den Hessen Ideen Wettbewerb nominiert. Weitere Informationen zum Hessen Ideen Wettbewerb gibt es unter hessen-ideen.de/wettbewerb/ideen/voting.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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