Sorgen macht sich die Marburger Bürgerinitiative „bi-gegen-bordell“ um geflüchtete Frauen aus der Ukraine. Sie könnten möglicherweise in der Zwangsprostitution landen.
Seit der Zuspitzung des Kriegs in der Ukraine sind bereits über 1,7 Millionen Menschen aus ihrem Heimatland geflohen. Tausende von ihnen haben sich in Deutschland in Sicherheit gebracht. Sie werden vom Hauptbahnhof Berlin aus im ganzen Land verteilt.
Von dort gibt es seit drei Tagen beunruhigende Meldungen. Es wird befür chtet, dass Frauen, Kinder und unbegleitete Jugendliche in die Hände von Schleppern geraten könnten. Den Geflüchteten sei Geld und die Unterbringung in privaten Schlafquartieren angeboten worden, berichteten Inge Hauschildt-Schön und Dr. Theresia Jacobi von der Marburger BI.
Die Berliner Polizei und die Bundespolizei haben bereits Aufklärungskräfte eingesetzt, um Flüchtlinge vor solchen „dubiosen“ Angeboten zu schützen. Eine Gefahr für die alleinstehenden Frauen, Kinder und unbegleiteten Jugendlichen wird auch in Eintragungen in „Freierforen“ erkennbar. Darin freuen sich Schreiber auf Frauen aus der Ukraine, die sie bereits in ihre Gewaltphantasien einbeziehen.
In den letzten Tagen sind in Marburg bereits Flüchtlinge eingetroffen. Ebenfalls sind das meist Frauen und Kinder.
Vor dem Hintergrund der berliner Beobachtungen appelliert die Marburger BI an alle Menschen aus Politik und Zivilgesellschaft, die mit dem Aufnahmeprozess der geflüchteten Menschen befasst sind oder darüber berichten: „Nehmen Sie die in Berlin deutlich gewordene Gefahr für geflüchtete Frauen, Kinder und Jugendliche ernst! Versuchen Sie mit allen Mitteln, die nach Marburg geflüchteten Menschen vor dem Zugriff von Schleppern, Menschenhändlern und potenziellen Zuhältern zu schützen und vorsichtig zu warnen!“
* pm: Marburger BI gegen Bordell