Gezielt unbewusst: Bilder der Berührungen an einem Tag

Die Fotoausstellung „Contact“ in der Stadtbücherei behandelt die Berührung eines Quadratmeters Boden. Sie zeigt Werke von Michael Wagner.


Die Stadtbücherei eröffnet die Ausstellung „Contact“ des Fotografie-Künstlers Michael Wagner am Freitag (4. März) um 19.30 Uhr. Die Ausstellung im Rahmen von „Photo.Spectrum.Marburg.“ zeigt Fotografien, die das Betreten von nur einem Quadratmeter in Marburg im Laufe eines Tages festhalten.
Der Künstler beschäftigt sich seit Jahren mit nur einem Quadratmeter. So fotografierte Wagner an einem Samstag im Februar das Betreten von nur einem Quadratmeter an einer der Fußgängerampeln der Elisabethkirche in der Nähe der Stadtbücherei.235 Marburgerinnen und Marburger unterstützten spontan die Kunstaktion.
Weshalb Wagner sich seit drei Jahren mit nur einem Quadratmeter beschäftigt und welche Prozesse die örtliche Vorauswahl bestimmen, erklärt Wagner in einem Künstlergespräch vor Ort. Die Moderation übernimmt Jessica Petraccaro-Goertsches von der „Galerie JPG“.
Wagner hat mehrere Standbeine. Er ist Foto-Künstler, Dozent, Mediator und Bäcker.
Mit seinen Werken möchte er zum Gedankenexperiment und den Fragen einladen: „Wie oft betrete ich denselben Quadratmeter? Welcher Beweggrund steckt dahinter? Nehme ich meinen Untergrund und den Boden genauer wahr oder ist er nur Mittel zum Zweck im hektischen Alltag?“
Die Vernissage findet unter Einhaltung der „3G-Regel“ statt. Für die Teilnahme ist daher ein Nachweis über eines der drei „Gs“ – geimpft, genesen, tagesaktuell negativ getestet – bereitzuhalten.
Die Ausstellung findet im Rahmen des „4. Photo.Spectrum.Marburg.“ statt. Das ist eine Veranstaltungsreihe mit rund 33 Ausstellungen, Aktionen und Events zur Fotografie an verschiedenen Orten in Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Der Eintritt ist frei. Die Bilder des Fotografen sind zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtbücherei dienstags, donnerstags und freitags von 12 bis 18.30 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 bis 14 Uhr zu besichtigen.

* pm: Stadt Marburg

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