Hochschulperle: Stifterverband würdigt Angebot für Behinderte

Für die Unterstützung Studierender mit Behinderung wird die Philipps-Universität vom Stifterverband mit der „Hochschulperle des Monats Mai“ ausgezeichnet. Das gab sie am Dienstag (25. Mai) bekannt.
Die pandemiebedingte Verlegung der Lehre ins Digitale und der fehlende persönliche Kontakt zu Menschen auf dem Campus, die Hilfestellung geben, sind für Studierende mit Behinderung – gerade zum Studienbeginn – eine besondere Herausforderung. An der Philipps-Universität gibt es deshalb „“digitale Studienhelfer*innen“. Der Stifterverband vergibt dafür die „Hochschulperle des Monats Mai“.
Die „Hochschulperle“ Übergänge in Zeiten der Pandemie des Stifterverbandes geht im Mai an die Philipps-Universität Marburg. Ausgezeichnet werden die „digitalen Studienhelfer*innen“ der Servicestelle für behinderte Studierende der Universität. Mit ihren speziellen PC-Kenntnissen und ihrem assistenzähnlichen Angebot unterstützen die Helfer Studierende mit Behinderung seit Beginn der Pandemie digital.
Zur individuellen Unterstützung insbesondere blinder und sehbehinderter Studierender stellt ihnen die Servicestelle studentische Hilfskräfte als „Studienhelfer*innen“ kostenfrei zur Verfügung. Während der Pandemie haben die Helfer ihr Angebot weitgehend digitalisiert. So gibt es mehrmals in der Woche Online-Sprechstunden zur Literaturrecherche und Textumsetzung sowie zu technischen Fragen, die von Studierenden mit Beeinträchtigung genutzt werden können.
Neben der Recherche von Literatur und deren barrierefreier Aufbereitung gehört normalerweise auch die Begleitung der Studierenden in die Universitäts- und Fachbibliotheken sowie Lehrveranstaltungen zu den Aufgaben der Helfer. Auch bei technischen Fragen, etwa zu universitärer Software oder der Nutzung der blindengerechten PC-Arbeitsplätze stehen die speziell eingestellten „Studienhelfer*innen“ blinden und sehbehinderten Studierenden zur Verfügung.
„Für Menschen mit Behinderung stellt die Umstellung der Hochschullehre auf digitale Formate oftmals eine besondere Herausforderung dar“, erklärte die Jury des Stifterverbands zu ihrer Entscheidung. „Umso wichtiger ist es, diesen Menschen auch im digitalen Raum entsprechende Unterstützungsangebote zu machen. Der Philipps-Universität Marburg gelingt das vorbildlich – auch weil sie bereits vor der Pandemie sehr gut auf die Betreuung von Studierenden mit Behinderung eingestellt war.“
Mehr Informationen zum Angebot der Servicestelle für behinderte Studierende der Philipps-Universität finden Interessierte unter www.uni-marburg.de/de/studium/service/sbs/corona-infos/online-sprechstunden-der-studienhelfer-innen-der-sbs. Über „Hochschulperlen“ informiert die Internetseite www.hochschulperle.de.
„Hochschulperlen“ sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine „Hochschulperle“ vor.
Aus diesen Monatsperlen wird einmal im Jahr per Abstimmung die „Hochschulperle des Jahres“ gekürt. Im Jahr 2021 sucht der Stifterverband Projekte zum Thema Übergänge in Zeiten der Pandemie. Sowohl Studienbeginn als auch Studienabschluss und Berufseinstieg sind derzeit eine besondere Herausforderung.
Viele Hochschulen haben dafür originelle und neue Angebote entwickelt. Der Stifterverband will diese Initiativen und Ideen mit der „Hochschulperle des Monats“ überregional sichtbar zu machen und andere Hochschulen inspirieren.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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