Erneut Ausschreibung: Geld für Nachbarschaftsprojekte zum Klimaschutz

Ab sofort bietet die Stadt wieder Zuschüsse für „Nachbarschaftsprojekte im Klimaschutz“ an. Anträge dazu nimmt sie bis Mitte Februar an.
Das Projekt aus dem Klima-Aktionsplan 2030 geht damit in die zweite Runde. 2020 wurden bereits neun Projekte mit insgesamt rund 19.000 Euro bezuschusst.
„Wir freuen uns sehr, dass einige Projekte im vergangenen Jahr bereits von der Förderung profitiert und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben““, sagte Bürgermeister Wieland Stötzel. „Auch in diesem Jahr möchten wir Marburgerinnen und Marburger dazu motivieren und darin unterstützen. Denn die Ziele des Klima-Aktionsplans 2030 erreichen wir nur gemeinschaftlich.“
2021 stehen 40.000 Euro als Zuschuss für „Nachbarschaftsprojekte im Klimaschutz“ zur Verfügung. Die Richtlinie und das Antragsformular können Interessierte unter www.marburg.de/NachbarschaftsprojekteKlimaschutz einsehen. Teilnehmen können Vereine, Initiativen, Kindertagesstätten, Schulen, gemeinnützige Unternehmen oder Religionsgemeinschaften. Letztlich sind das alle Marburgerinnen und Marburger, die sich engagieren wollen.
Wichtig ist, dass die Projekte einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Gemeinwohl leisten. Dafür kann ein Zuschuss in Höhe von 200 bis 5000 Euro beantragt werden. Einsendeschluss für die nächste Runde ist Montag (15. Februa).
Über die Gewährung des Zuschusses entscheidet eine Auswahlrunde aus Marburger Bürger*innen. Ein Teil der Auswahlrunde besteht aus Mitgliedern, die bereits im Klimaschutz aktiv sind und vom Marburger Klimabündnis entsendet werden. Die andere Hälfte setzt sich aus zufällig ausgewählten Bürger*innen zusammen. Im Jahr 2020 wurden neun Projekte mit insgesamt 19.000 Euro bezuschusst:
·Baumpflanzung und Blühwiesen des Kindergottesdienstes der evangelischen Kirche Michelbach ·Radkurier*innen des Vereins „Freie Räder“
·Eine neue Website für das Bildungsnetz „Nachhaltig Lernen Region Marburg“ ·Ergänzung des Marbacher Mitmachgartens um einen Permakulturgarten ·Ein Treibhaus mit grünem Effekt und Bildungsanteil von Nachbar*innen ·Ein Marburger Kochbuch von und für Bürger*innen
·Ein Podcast zum Klimaschutz und über die Nachbarschaftsprojekte ·Permagarten F24 von Nachbar*innen
·Regenwassernutzung für die „GartenWerkStadt“
Was genau sich hinter den einzelnen Projekten verbirgt und wie sie zum Klimaschutz in Marburg beitragen, wird in den nächsten Wochen in einer Serie zu den Nachbarschaftsprojekten detaillierter vorgestellt.
Bereits in den Jahren 2014 bis 2016 wurde das Vorgängerprojekt „Bürgerprojekte zum Klimaschutz“ gemeinsam mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf durchgeführt. Im Klima-Aktionsplan 2030 wurde beschlossen, dass es ein Klimafond für alle Bürger*innen, Gemeinschaften und Vereine geben soll, aus dem die Umsetzung eigener Projekte bezuschusst wird. Wichtig ist, dass es um gemeinschaftliche Projekte geht, die einen möglichst hohen Multiplikatoreffekt erzielen.

* pm: Stadt Marburg

Kommentare sind abgeschaltet.