Vom Richtsberg runter: Mit dem Fahrrad durch Marburg

„Marburg ist so schön“, denke ich. Dann fahre ich weiter.

Jeden Morgen fahre ich mit dem Fahrrad zur Marburg.news-Redaktion. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie schön Marburg doch ist. Ich steige auf mein Rad und los geht es. Beim Schönsten Stadtteil Marburgs starte ich. Mit seiner Vielfalt an Gebäuden raubt dem Richtsberg mir den Atem.
Ich will mich gerade umsehen, als vor mir fast ein Unfall passiert. Auf der Straße gilt Rechts vor Links. Ein Auto steht an einer Straßenausfahrt, ein anderes fährt auf der Hauptstraße und hält nicht, um das erste auto vorzulassen. Der Fahrer des autos denkt sich wahrscheinlich „der andere muss doch merken, dass hier Rechts vor links ist, ich habe Vorfahrt“ und fährt auf die Straße.
Zwischen den beiden Autos war nur noch Circa 20 Zentimeter Abstand. Mit wütenden Gesichtern schauen sich die Autofahrer an. Dann fahren sie weiter.
Ich fahre auch weiter zum Gefälle an der Adolf-Reichwein-Schule. Der tosende Wind schlägt mir ins Gesicht, während ich 30 Stundenkilometer schnell fahre. Links neben mir kann ich das schöne Stadtbild erkennen. Das Schloss, die Oberstadt und die Elisabethkirche, von hier aus sieht die Stadt wie eine einzige Sehenswürdigkeit aus.
Als ich über die Brücke am Aquamar fahre, habe ich einen noch schöneren blick über die Stadt. Der Himmel ist Blau und die Sonne strahlt über ganz Marburg.
Die Stadt wurde im Jahr 1222 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Die Bewohner waren wohl aus den umliegenden, heute wüsten Orten Aldenzhausen, Lamersbach, Walpertshausen, Ibernhausen und Willmannsdorf nach Marburg gezogen. Durch die räumliche Nähe zur Burg wurden die Orte Weidenhausen und Zahlbach zu Vorstädten.
Bei der Brücke am Cineplex angekommen, versuche ich, durch die Menge zu fahren. Dabei sehe ich Studenten und normale Menschen, die auf den Lahnterassen sitzen. Sie unterhalten sich und hören Musik. Dabei herrscht eine schöne Stimmung.
Auf dem Weg zum Büro halte ich noch kurz bei der neuen Universitätsbibliothek. Auf den ersten Blick mochte ich dieses riesige Gebäude nicht. Mit der Zeit aber habe ich eine bestimmte Sympathie für sie entwickelt. Mittlerweile habe ich mich an sie gewöhnt und fahre jeden morgen gerne an ihr vorbei.
In der Ketzerbach gehe ich noch schnell in eine Bäckerei. Dort kaufe ich zehn Laugenkastanien. Die Kassiererin kennt mich schon und begrüßt mich freundlich als alten Bekannten. Mit den Brötchen beginnt mein Arbeitstag auf angenehme Weise. Danach bearbeite ich Pressemitteilungen- denn in Marburg ist immer etwas los.
Vom Richtsberg bis zur Ketzerbach- Marburg ist die schönste Stadt der Welt.

* Luca Mittelstaedt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*