Geizig: Beschäftigte am UKGM streiken zurecht

Gestreikt wird am UKGM von Mittwoch (6. März) bis Freitag (8. März). Die Gründe dafür sind gut nachvolziehbar.
Zu dem Streik am Universitätsklinikum Giessen und Marburg (UKGM) aufgerufen hat die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Sie fordert eine Angleichung der Entlohnung vom Tarif privater Kliniken auf das Niveau der öffentlichen Krankenhäuser.
Am Mittwoch (6. März) wird in den Bereichen Technik, Verwaltung und Patientenaufnahme gestreikt. Am Donnerstag (7. März) folgen Therapie- und Assistenzberufe. Für Freitag (8. März) wurden alle Beschäftigten zu einer Demonstration eingeladen. Für die Notfallversorgung sorgt ein Notdienst.
Gut wäre es, wenn dieser Streik zu einer Verbesserung der Arbeitsbeedingungen führte. Bedienstete an städtischen Krankenhäusern erhalten deutlich höhere Löhne. Dabei arbeiten ihre Kolleginnen und Kollegen am UKGM mehr, weil nach der Privatisierung des Klinikums im Jahr 2006 Personal abgebaut wurde.
Das ist ungerecht, denn es ist nicht nur ein kleiner Unterschied. Beschäftigte der staatlichen Kliniken verdienen bis zu 1.000 Euro mehr als Angestellte des UKGM. Es ist gut, dass für die Notfälle eine Notfallversorgung zur Verfügung steht. Man kann nur hoffen, dass viele Mitarbeiter auf die Straße gehen.
Die Einwohner der Stadt unterstützen die Beschäftigten sicherlich beim Streik. Denn es ist nicht nur die Zufriedenheit der Pflegenden, die davon stiege, sondern auch die der Patienten.

* Luca Mittelstaedt

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