Eine Festnahme nach dem Tötungsdelikt vom Erlenring meldete die Polizei am Freitag (23. Oktober). Ein Tatverdächtiger befindet sich in Haft.
Nach dem Fund einer Leiche am Mittwoch (21. Oktober) leiteten die Staatsanwaltschaft Marburg und die Marburger Kriminalpolizei umgehend umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen ein. Im Rahmen dieser intensiven Ermittlungen identifizierten die Ermittler einen Tatverdächtigen. Der Mann hatte sich nach der Tat bereits ins Ausland abgesetzt. Weitere, länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen führten nach Polen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ das Marburger Amtsgericht wegen dringenden Tatverdachts des Mordes einen nationalen sowie einen europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen. Der 42-jährige Mann wurde in grenzüberschreitender, europäischer Zusammenarbeit mit polnischen Behörden lokalisiert und am Donnerstag (22. Oktober) in Polen festgenommen. Er befindet sich nun in Haft, die Staatsanwaltschaft Marburg wird seine Auslieferung nach Deutschland im Wege eines Rechtshilfeverfahrens betreiben.
Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge steht der festgenommene polnische Staatsangehörige in dringendem Verdacht, sein Opfer durch 19 Messerstiche getötet zu haben. Täter und Opfer führten nach aktuellen Erkenntnissen zumindest in der Vergangenheit eine Beziehung. Das Opfer hielt sich aufgrund eines Ex-Partners, bei dem es sich nicht um den Tatverdächten handelt, in einem Frauenhaus auf.
Die 35-jährige Frau traf sich den Ermittlungen zufolge am Mittwoch (21. Oktober) mit dem Tatverdächtigen. Anschließend soll der 42-jährige Mann die Frau getötet haben. Sein Motiv und die Hintergründe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
* pm: Polizei Marburg