Mit einer islamophoben Schmutzkampagne wird die Humanistische Union Marburg im Vorfeld der Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers“ 2026 konfrontiert. Dabei wirft die AfD dem Preisträger Prof. Dr. Bilal El-Zayat menschenfeindliches Verhalten vor.
Mit Befremden und Empörung reagiert die Humanistische Union Marburg auf einen islamophoben und rassistischen Antrag der AfD-Fraktion in der Marburger Stadtverordnetenversammlung sowie einen ähnlichen Antrag im Hessischen Landtag. Beide beruhen auf Unterstellungen, die einer unvoreingenommenen Überprüfung kaum sttandhalten können. Das jahrelange Wirken des Preisträgers Prof. Dr. Bilal Farouk El-Zayat in Marburg ist über jeden Verdacht menschenfeindlicher oder undemokratischer Verhaltensweisen erhaben. Im Gegensatz zu ihm praktizieren AfD-Vertreter permanent Praktiken der Ausgrenzung, Herabwürdigung und Menschenfeindlichkeit.
In den Anwürfen sieht die HU Marburg eine gezielte Schmutzkampagne, die das gesellschaftliche Zusammenleben stören und einer rassistischen sowie antidemokratischen Politik Vorschub leisten soll. Somit betrachtet die HU diese Hetzkampagne als Angriff auf die Demokratie. Die demokratische Vielfalt umfass nach Überzeugung der HU auch den friedlichen Islam als eine Religionsgemeinschaft, die bereits seit mehreren hundert Jahren in Deutschland heimisch ist. Ausdrücklich wendet sich die HU Marburg gegen Antisemitismus und Islamophobie als Ausdruck rassistischer Herabwürdigung von Menschen und ihren religiösen Prägungen.
Die Auszeichnung von Dr. Kurt Bunke und Prof. Dr. Bilal Farouk El-Zayat mit dem „Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte“ 2026 würdigt ihr Eintreten für Menschen mit Migrationserfahrung und ihr Engagement für die Integration geflüchteter Menschen in die Gesellschaft. Zugleich tritt die Jury damit auch islamophoben Tendenzen entgegen, denen auch die Muslimische Gemeinde Marburg immer wieder ausgesetzt wird. Mit der Preisverleihung setzt sich die HU Marburg für ein friedliches Zusammenleben in gegenseitigem Respekt ein, wie beide Preisträger es seit vielen Jahren auf eindrucksvolle Weise vorgelebt haben.
Diesen Respekt werden die HU, ihre Jury und die Laudatorin Margot Käßmann den beiden Preisträgern am Freitag (30. Oktober) im Historischen Saal des Marburger Rathauses zollen. einer Hetzkampagne gegen humanistische Werte wie Solidarität und Toleranz werden sie sich nicht beugen. Wer wirklich in Marburg mit seiner jahrhundertealten Tradition sozialer Empathie heimisch ist, der kann das Engagement von Bilal El-Zayat und Kurt bunke nur mit Anerkennung und Bewunderung betrachten.
* pm: Humanistische Union Marburg