#Die Polizei warnt vor falschen Telekom-Mitarbeitern. Trickdiebe in Telekom-Jacken klingelten in der Wetterau an Wohnungstüren. <#!–more–>
Mal geben sie vor, von den Stadtwerken zu kommen, mal von den Wasserwerken. Nicht selten täuschen Trickdiebe aber auch vor, im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmens unterwegs zu sein. Oftmals behaupten sie dann, dass es eine technische Störung gebe, die überprüft werden müsse.
Jedes Mal ist ihr Ziel, in das Haus oder die Wohnung zu gelangen. Meistens agieren die Täter zu zweit oder zu dritt. Während das Opfer abgelenkt wird, durchsucht ein Langfinger unbemerkt die anderen Räume nach Wertsachen.
Um ihre Geschichte noch glaubhafter zu gestalten, traten am Dienstag (6. Oktober) gleich drei Trickdiebe in Niddatal in Jacken mit dem Logo der Telekom auf. Während ein Duo die Bewohnerin in ein Gespräch verwickelte, stahl der dritte Täter aus dem Schlafzimmer Schmuck.
In Bad Nauheim waren Trickdiebe am Mittwoch (7. Oktober) mit der gleichen Masche erfolgreich. Ebenfalls mit Jacken mit Telekom-Logo bekleidet, überzeugten sie eine ältere Dame, sie in die Wohnung zu lassen. Einer der Unbekannten sah sich im Beisein der Frau deren Router an und lenkte sie damit ab. Der Komplize stahl währenddessen unbemerkt aus einem Nebenraum eine Geldbörse mit 500 Euro Bargeld, Bankkarten und Personalausweis.
Diese beiden Fälle ereigneten sich im Wetteraukreis. Die polizeiliche Erfahrung zeigt jedoch, dass kriminelle Maschen nicht vor Kreisgrenzen haltmachen.
Die Polizei empfiehlt in solchen Fällen: „Versichern Sie sich, ob die fremde Person tatsächlich von den Stadt-, Elektrizitäts- oder Wasserwerken oder tatsächlich von einem Telekommunikationsunternehmen kommt, bevor Sie die Person ins Haus lassen! Lassen Sie sich einen Dienstausweis zeigen und rufen Sie bei dem angeblichen Arbeitgeber an!“
Die Person soll solange vor dem Haus warten. „Suchen Sie sich dazu selbst die Telefonnummer heraus“, riet Polizeisprecher Tobias Schwarz. „Ziehen Sie Vertrauenspersonen wie Angehörige, Freunde oder Nachbarn, hinzu! Vereinbaren Sie Termine und bestellen Sie die Person, wenn Sie sich unsicher sein sollten, zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist!“
Sollte man bereits jemanden ins Haus gelassen haben, dann sollte man sich vergewissern dass die Eingangstür ordnungsgemäß geschlossen ist. „So verhindern Sie, dass ein Komplize unbemerkt das Haus oder die Wohnung betreten kann“, erklärte Schwarz. „Lassen Sie in Ihrer Wohnung keine Personen unbeaufsichtigt. Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei auch über den Notruf 110!“
* pm: Polizei Marburg