Ein Wegfall der Verhinderungspflege wäre eine Katastrophe. Das hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe am Dienstag (8. September) erklärt.
Zum „Tag der pflegenden Angehörigen“ fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe (BVLH) den Erhalt der Verhinderungspflege. Dazu erklärte die BVLH-Vorsitzende Ulla Schmidt am Dienstag (8. September): „Für pflegende Angehörige wäre es eine Katastrophe, wenn durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz die Verhinderungspflege wegfallen würde. Eltern, die ihr Kind mit Unterstützungsbedarf über viele Jahre pflegen, sind auf diese Leistung angewiesen.
Die Familien brauchen in ihrem sehr belastenden Alltag auch mal eine Auszeit, in der sie die Pflege in vertrauenswürdige Hände geben können. Sonst bricht das Familiensystem irgendwann zwangsläufig zusammen.“
In der Regel sind es die Mütter, die ihre Berufstätigkeit einschränken und zu Hause die Pflege übernehmen. „Daher muss die Verhinderungspflege unbedingt ohne Abstriche erhalten bleiben“, forderte Schmidt. Mit ihrer Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ setzt sich die Lebenshilfe bundesweit gegen Leistungskürzungen bei Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihren Familien ein. Mehr Informationen gibt es auf www.lebenshilfe.de.
* pm: Bundesvereinigung Lebenshilfe, Marburg