Soll man sie für ihre beharrlichkeit bewundern oder den Kopf schütteln über ihre Sturköpfigkeit? Seit Monaten macht Jana Trommer jede Woche immer wieder das Gleiche.
Nicht einmal den Ankündigungstext ihrer regelmäßigen „Kunstaktionen“ für Klimaschutz hat Jana Trommer geändert. Lediglich das Datum des betreffenden Freitags sowie den Ort der Kreuzung, wo sie sich wieder setzt, fügt sie zwischen drei Sternchen in den abkopierten Ankündigungstext ein. Wer wirklich verzweifelt wäre, würde da wahrscheinlich wohl mehr Hirnschmals einsetzen?
Ihre nächste Aktion hat die Marburger Psychologin mit dem altbekannten Text für Freitag (24. Juli) von 17 bis 17.15 Uhr angekündigt. Durchführen will sie die „Kunstaktion“ dann „Am Grün“ beim Fußgängerübergang an der Einmündung in die Universitätsstraße, direkt beim Rudolphsplatz. Das ist einer von einem halben Dutzend Orten, wo Trommer bereits mehrmals gesessen hat.
Mit ihren „Kunstaktionen“ möchte Trommer „die Störungen durch die Klimakrise“ symbolisieren und „auf die Gefahren durch fehlenden Klimaschutz“ hinweisen. Zugleich fordert sie von der Regierung, ernsthafte Schutzmaßnahmen durch Klimaschutz zu ergreifen. Ernsthafte Maßnahmen der Regierung wären wirklich dringend nötig. Vielleicht bedürfte es dafür aber auch nachdrücklicherer Protestformen als wöchentlicher „15-Minuten-Copy-and-Paste“-Sitzblockaden Aber immerhin tut Trommer was!?