Die Beflaggungstermine im Juli 2026 hat die Stadtverwaltung am Freitag (3. Juli) bekanntgegeben. Die Beflaggung erfolgt an zwei Terminen.
Die Universitätsstadt Marburg hisst zu besonderen Anlässen wie Gedenk- oder Aktionstagen an allen städtischen Gebäuden sowie dem historischen Rathaus die städtische Flagge. Damit möchte sie auf die Bedeutung der jeweiligen Aktionstage aufmerksam machen. Für den Monat Juli sind zwei Beflaggungstermine geplant.
Bis zum 31. Dezember 2026 werden die bisherigen Beflaggungstermine aller öffentlichen Gebäude in Hessen durch eine Dauerbeflaggung ersetzt. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Landes Hessen bleiben seit dem 24. März die Landesflagge, die Bundesflagge und die Europaflagge gehisst. Die Reihenfolge der Flaggen (mit Blick auf das Gebäude, von links nach rechts) ist: Landesflagge (Landesdienstflagge), Bundesflagge, Europaflagge. Die Dauerbeflaggung endet bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag (31. Dezember).
Zwei Beflaggungen im Juli finden sich in der Dauerbeflaggung wieder: Mit dem Flaggentag „Flag Dayerinnert das internationale Bündnis „Mayors for Peace“ –
Ober-/Bürgermeister*innen für Frieden – an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs im Jahr 1996 zur Illegalität von Atomwaffen. So wird am Dienstag (8. Juli) in Marburg die Fahne am vierten Fahnenmast am Rathaus gehisst. Das Bündnis wurde im Jahr 1982 von dem Bürgermeister Takeshi Araki aus Hiroshima mit dem Ziel gegründet, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern.
Die Stadt Marburg ist seit 2016 Mitglied im Bündnis „Mayors for Peace“. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an. Darunter sind 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag. Neben der Mitgliedschaft bei „Mayors for Peace“ hat Marburg 2019 ein weiteres Signal gesetzt und den ICAN-Städteappell „International Campaign to Abolish Nuclear Weapons“ – die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“ – unterzeichnet, womit die unterzeichnenden Städte den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterstützen.
Am 20. Juli 1944 hat der deutsche Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg, mit der Unterstützung weiterer Widerstandskämpfer*innen ein Attentat auf Adolf Hitler ausgeübt, das die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den Krieg beenden sollte. Hitler überlebte jedoch die Explosion der deponierten Sprengladung mit leichten Verletzungen. Nachdem der Umsturzversuch gescheitert war, wurde Graf von Stauffenberg zusammen mit weiteren Widerstandskämpfern seiner Gruppe noch in derselben Nacht im Hof des Bendlerblocks in Berlin hingerichtet.
* pm: Stadt Marburg