Seit 2020 bereits: Sprachforscher Alfred Lameli gewürdigt

Prof. Dr. Alfred Lameli wurde in die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gewählt. Damit würdigt sie die wissenschaftlichen Leistungen des Marburger Sprachforschers.
Die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat Prof. Dr. Alfred Lameli als ordentliches Mitglied in ihre Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse gewählt. Mit der Aufnahme würdigt die Akademie die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des Marburger Sprachwissenschaftlers auf dem Gebiet der germanistischen Linguistik. Lameli ist Direktor des „Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas“ und Professor für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Regionalsprachenforschung an der Philipps-Universität Marburg. Seine Arbeiten zur Erforschung sprachlicher Variation und des Sprachwandels genießen national wie international hohe Anerkennung.
„Ich freue mich sehr über die Wahl in die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur“, erklärte Lameli. „Die Mitgliedschaft ist für mich eine große Ehre. Ich verstehe die Wahl auch als Würdigung der fruchtbaren Zusammenarbeit mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich in den vergangenen Jahren gemeinsam forschen durfte.“
Auch Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss gratulierte ihm dazu: „Die Wahl von Alfred Lameli in die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur ist eine besondere Auszeichnung für einen herausragenden Wissenschaftler. Sie würdigt seine exzellenten Forschungsleistungen und unterstreicht zugleich die hohe Qualität des Forschungsumfelds an der Philipps-Universität Marburg.“
Lamelin wurde 1971 geboren. Er studierte Germanistik, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Italianistik an den Universitäten Heidelberg, Pisa und Mainz. Nach seiner Promotion an der Philipps-Universität Marburg im Jahr 2003 leitete er dort ab 2008 die Forschungsgruppe „Linguistische Raumstrukturen“. 2012 habilitierte er sich, bevor er Professuren in Marburg und Freiburg übernahm. Seit 2020 leitet er als Direktor das „Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas“ in Marburg.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geolinguistik sowie in der Untersuchung sprachlicher Variation und sprachlichen Wandels. Besondere Aufmerksamkeit widmet er der computergestützten Modellierung regionaler Varietäten und der Analyse von Sprachräumen als sozialen Handlungsräumen. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Digitalisierung sprachwissenschaftlicher Datenbestände und der Entwicklung neuer Methoden zur Erforschung sprachlicher Dynamiken.
Die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur wurde 1949 gegründet und zählt zu den bedeutendsten außeruniversitären Wissenschaftsakademien Deutschlands. Sie fördert den interdisziplinären Austausch zwischen herausragenden Forschenden und betreut zahlreiche langfristige Forschungsprojekte von nationaler und internationaler Bedeutung. Sie gliedert sich in drei Klassen: die Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, die Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse sowie die Klasse der Literatur und der Musik. Jede Klasse umfasst bis zu 50 ordentliche und 50 korrespondierende Mitglieder.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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