Einen vermehrten Befall durch den Eichenprozessionsspinner hat die Stadt Marburg am Freitag (19. Juni) gemeldet. Darum ruft sie zur Vorsicht auf.
Die Stadt Marburg ruft zur Vorsicht auf, da sich der Eichenprozessionsspinner (EPS) vermehrt im Stadtgebiet verbreitet. Nach aktueller Einschätzung ist ein Großteil der Eichen betroffen. Die Raupen des EPS besitzen feine Brennhaare, die bei Kontakt eine akute Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere darstellen.
Mögliche Folgen eines Kontakts sind starker Juckreiz, Hautausschläge, Entzündungen sowie Atemwegsbeschwerden. Auch Haustiere, insbesondere Hunde, können schwer erkranken. Besondere Vorsicht ist auch bei Kindern geboten.
Auch nach der Bekämpfung können Brennhaare in der Umgebung verbleiben und weiterhin gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die Stadt Marburg rät deshalb dringend, betroffene Bereiche zu meiden. Raupen und Nester dürfen keinesfalls berührt werden.
Typische Anzeichen für den Befall mit dem EPS sind weiße bis graue Gespinste beziehungsweise Nester an Eichen, speziell am Stamm oder in Astgabeln, sowie Raupen, die in einer Reihe hintereinander herlaufen. Bei Sichtung oder Verdacht auf einen EPS-Befall auf öffentlichen Grünflächen bittet die Stadt Marburg darum, dies über das Kontaktformular auf www.marburg.de/eps zu melden. Auf der Website gibt es zudem weitere Informationen zum EPS.
Die Stadt Marburg führt derzeit mechanische Bekämpfungsmaßnahmen an betroffenen Bäumen durch. Die Einsätze werden nach Gefährdungslage priorisiert und gemeinsam mit beauftragten Fachfirmen abgearbeitet.Befallene Bäume auf privaten Grundstücken sollten keinesfalls mit eigenen Mitteln behandelt werden, sondern ausgewiesene Fachfirmen angefordert werden.
* pm: Stadt Marburg