Neue Reihe: Erfolgreicher Auftakt der Schlossbegegnungen

Einen gelungenen Auftakt für ihre neue Reihe „Schlossbegegnungen“ hat die Philipps-Universität am Mittwoch (1. April) gemeldet. Es gab Verwandlungen, Kunst und Inspiration im Schloss.
Mit einer vielseitigen und gut besuchten Auftaktveranstaltung ist die neue Reihe „Schlossbegegnungen“ im Marburger Landgrafenschloss am Dienstagg (31. März) erfolgreich gestartet. Die Philipps-Universität öffnet damit das Schloss gezielt als Ort des Austauschs und lädt Stadtgesellschaft und Gäste dazu ein, Wissenschaft und Kultur in neuen Formaten zu erleben. Das soll anschaulich, dialogisch und überraschend vielseitig sein.
Im Fürstensaal begrüßten Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss, der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels sowie Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies die Gäste. Mit einer musikalischen und szenischen Einstimmung zum Thema Metamorphose spannte die Eröffnung von Beginn an den Bogen zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichem Dialog. „Im Marburger Landgrafenschloss sind die Spuren der Geschichte sichtbar“, erklärte Wissenschafts- und Kunstminister Gremmels. „Dennoch ist es wichtig, dass das Schloss nicht nur als historischer Ort eine Relevanz in den Geschichtsbüchern hat, sondern sich weiterentwickelt. Daher freue ich mich, dass die Philipps-Universität mit den Schlossbegegnungen ein neues Veranstaltungsprogramm etabliert, bei dem Menschen zu Wissenschaft und Kunst ins Gespräch kommen. So wird das Landgrafenschloss noch stärker ein lebendiger Ort der Kultur, der die Fragen der Zukunft thematisiert, und an dem gelernt, zugehört und mitdiskutiert wird.“
Universitätspräsident Nauss betonte: „Wir möchten das Landgrafenschloss als lebendigen Begegnungsort für alle etablieren. Die Schlossbegegnungen stehen für eine Universität, die sich öffnet, Impulse gibt und den Dialog mit der Stadtgesellschaft aktiv gestaltet.“
Oberbürgermeister Spies unterstrich: „Marburg hat bekanntlich keine Universität – Marburg ist eine. Gerade deshalb ist es mir wichtig, die Verbindung zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft weiter zu stärken. Dazu leistet auch diese neue Veranstaltungsreihe im Wahrzeichen unserer Stadt einen wichtigen Beitrag.“
In die neue Veranstaltungsreihe führte Museumsdirektor Christoph Otterbeck ein, dessen Haus die Reihe kuratiert: „Das Schloss erweitert mit den ,Schlossbegegnungen‘ seine Angebote über die Besichtigungsmöglichkeit eines historischen Monuments und von kulturgeschichtlichen Ausstellungen hinaus, zu einem attraktiven, zeitgemäßen und zukunftsoffenen Museums-, Erlebnis-, Veranstaltungs-, und Bildungsort.“
Inhaltliche Höhepunkte des Auftakts waren der Festvortrag der Biologin und Autorin Jasmin Schreiber, die für ihre innovativen Formen der Wissenschaftsvermittlung bekannt ist, sowie die musikalische Interpretation ihrer Impulse durch eine Jazzband um die brasilianische Percussionistin und Sängerin Angela Frontera. Ergänzt wurde das Programm durch eine Lesung der Schülerin Mara Dumitru, die mit ihrem ausgezeichneten Text eindrucksvolle Einblicke in junges literarisches Schaffen gab.
Mit der neuen Reihe wird das Marburger Wahrzeichen künftig regelmäßig zur Bühne für ein abwechslungsreiches Programm aus Konzerten, Lesungen, Vorträgen und dialogischen Formaten. Jeder Monat steht unter einem thematischen Schwerpunkt: Im April dreht sich alles um die „Metamorphose“. Dieses Motiv steht zugleich sinnbildlich für die Weiterentwicklung des Schlosses.
Mit „Maienrausch“ und „Resonanzen“ setzt sich das Programm im Frühjahr fort. Das jeweilige Motto wird stets aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Kuratiert vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Universität, ist die Reihe Teil der gemeinsamen Schlossentwicklung von Universität und Stadt. Ziel ist dabei, das Landgrafenschloss noch stärker als lebendigen Treffpunkt zu etablieren – als Raum für Austausch, Inspiration und demokratischen Dialog.
Der gelungene Auftakt machte deutlich: Mit den Schlossbegegnungen entsteht ein neuer kultureller Anziehungspunkt, der Wissenschaft und Gesellschaft auf anschauliche und überraschende Weise zusammenbringt. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich für Neues zu öffnen, mit anderen in Kontakt zu treten, voneinander zu lernen und vieles gemeinsam zu erleben.
Für Sonntag (26. April) lädt der „Schlosszauber“ Kinder ein, die „wunderbare wandelbare Tierwelt“ zu entdecken. Gemeinsam mit der NAJU (Naturschutzjugend im NABU) wird das Thema altersgerecht und anschaulich vermittelt. Am Dienstag (28. April) folgt ein Gespräch mit Dr. Helge Baumann, der zu Ovids Metamorphosen forscht. In der neuen Reihe „Aufgetischt – Auf einen Kaffee mit .“ kommen Gäste direkt mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch.
Eine Anmeldung oder Kontaktaufnahme ist möglich per Mail an schlossbegegnungen@uni-marburg.de. Eine Programmvorschau ist online abrufbar unter www.uni-marburg.de/schlossbegegnungen.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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