Die Linie 1 fuhr kurz vor 10 Uhr am Philippshaus los. Der Gelenkbus war gut besetzt.
An der Haltestelle „Gutenbergstraße“ vor dem Kaufhaus Ahrens stiegen weitere Fahrgäste zu. Einige mussten stehen. Als der Stadtbus den Rudolphsplatz erreichte, brach plötzlich ein höllischer Lärm los.
Überall im Bus schrillte es laut auf. Im ersten Moment waren viele Fahrgäste verunsichert; doch dann lasen sie auf den Displays ihrer Handys das Wort „Alarm . Der Donnerstag (12. März) war landesweiter Warntag in Hessen. Um 10.01 Uhr wurde der Probealarm überall im Land ausgelöst.
Fast 50 Handys schrillten minutenlang laut los. Von Weidenhausen her war auch eine Sirene zu hören. Die Fahrgäste im Stadtbus kamen miteinander ins Gespräch über Krieg und Frieden sowie die Hoffnung darauf, dass dieser Probealarm niemals einen Ernstfall zur Folge haben möge.
Um 10.30 Uhr gab es dann „Entwarnung“. Irgendwo schrillte wieder das blecherne Geräusch des Handy-Tons. Von der Feurwache an der Wilhelm-Roser-Straße her war eine heulende Sirene zu hören.
Das war der erste „Warntag“, den ich mitbekommen habe. Mein „Senioren-Handy“ wird von der Warnung über „Cell-Broadcast“ nämlich nicht erreicht. Die Sirene an der Wilhelm-Roser-Straße war am Donnerstag (12. März) erstmals zu hören. Nachdem mich die Warnung nun nicht mehr in Frieden lässt, darf nun der – nur durch Probealarme gestörte – Frieden für alle kommen!