Ein hessenweiter Warntag ist für Donnerstag (12. März) geplant. Das hat die Stadt Marburg am Freitag (6. März) mitgeteilt.
Die Sirenen im gesamten Stadtgebiet sowie die Warn-Funktionen und Warn-Apps auf Mobiltelefonen werden am Donnerstag (12. März) landesweit ausgelöst. Der hessenweite Probealarm startet um 10:01 Uhr. Sein Ziel ist, die technische Warninfrastruktur zu testen und die Bevölkerung für die verschiedenen Warnmittel und Alarmsignale zu sensibilisieren. Der Probealarm sowie die Entwarnung um 10:30 Uhr erklingen jeweils für eine Minute.
Den Bürgerinnen und Bürgern sollen durch die Probewarnung deren Funktion und die Abläufe wieder ins Gedächtnis gerufen werden, um im Ernstfall die Warnmeldungen richtig wahrnehmen und einordnen zu können. Durch die Feuerwehreinsatzzentrale wird um 10:15 Uhr eine automatische Sprachansage zum Warntag „Probealarm“ aktiviert. Die Sprachdurchsagen von der Anlage sind nur in unmittelbarer Nähe der Sirene wahrnehmbar und nicht im gesamten Stadtgebiet.
Das gehört zum Warnmittelmix. Neben Alarmsirenen und Rundfunkdurchsagen wird die hessische Bevölkerung über das „Cell-Broadcasting“ und auch über die kostenlose Warn-App „hessenWARN“ informiert. Des Weiteren erfolgen Informationen auf den Informationstafeln der Bushaltestellen im Stadtgebiet. Die vorhandenen Warnfahrzeuge der Feuerwehr Marburg werden keine Warnfahrten im Stadtgebiet durchführen, Sie werden für einen möglichen realen Einsatz an diesem Tag zurückgehalten.
Mit der Warnung erhalten die Bürger*innen eine Empfehlung, was sie zu ihrem Schutz tun können oder wo sie weitere Informationen erhalten. Eine Warnung der Bevölkerung kann sowohl bei einer Bedrohung der Bundesrepublik von außen („Zivilschutzfall“), bei Großschadenslagen („Katastrophenfall“), im täglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehr („tägliche Gefahrenabwehr“) und auch bei polizeilichen Ereignissen erforderlich sein. Zudem hat die Stadt Marburg einen Flyer herausgegeben, der helfen soll, die Sirenensignale zu erkennen und richtig zu handeln. Er liegt beispielsweise im Stadtbüro aus.
Zum Test der Warnmedien und zur Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich Warnung hat sich der bundesweite Warntag im Herbst eines Jahres bereits etabliert. Über diesen bundesweiten Warntag hinaus soll auch in den Bundesländern ein jeweils landesweiter Warntag etabliert werden. Ziel ist dabei, die Auslösung der regionalen Warnmedien über die Infrastruktur der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu testen.
Dazu lösen die Zentralen Leitstellen der Landkreise und kreisfreien Städte über ihre eigene Infrastruktur ihre regionalen Warnmedien aus. In Abweichung zum bundesweiten Warntag wird dabei auf die Einbindung der überregionalen Medien (Rundfunk, Fernsehen) verzichtet. Vielmehr sind nur die landesweiten Medien „FFH“ und „HR“ eingebunden.
* pm: Stadt Marburg