Mit dem Frühling beginnt auch die Saison für Zecken und Tigermücke. Gesundheitsministerin Diana Stolz hat deshalb am Dienstag (3. März) auf die Bedeutung der FSME-Impfung hingewiesen.
Frühlingszeit ist Zeckenzeit – und damit die richtige Zeit, um den Impfstatus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu überprüfen. Gesundheitsministerin Diana Stolz betont die Bedeutung der FSME-Impfung: „Die Impfung bietet den zuverlässigsten Schutz vor einer FSME-Erkrankung. Wie wichtig Vorsorge ist, zeigt die zunehmende Zahl der vom RKI ausgewiesenen FSME-Risikogebiete in Deutschland.“
In Hessen zählen derzeit die Städte Offenbach und Darmstadt sowie die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Groß-Gerau, Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Odenwald und der Kreis Offenbach dazu. FSME kann aber auch außerhalb der erklärten Risikogebiete vorkommen. Bei FSME handelt es sich um eine Gehirn-, Gehirnhaut- oder Rückenmarksentzündung, die durch Zecken übertragen wird. Entsprechend ist das Risiko von Personen besonders hoch, die sich häufig im Wald, auf Feldwegen oder an Flüssen aufhalten. Insbesondere vor Aufenthalten in ausgewiesene Risikogebiete sollte der Impfstatus überprüft werden.
Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich, Auffrischungsimpfungen müssen alle drei bis fünf Jahre durchgeführt werden. Dazu beraten unter anderem die Hausarzt- und Kinderarztpraxen.
Eine FSME-Impfung schützt nicht vor einer Lyme-Borreliose-Erkrankung (auch Borreliose, Lyme-Krankheit oder Lyme Disease). Diese bakterielle Infektion, die auch durch Zecken übertragen wird, tritt um ein Vielfaches häufiger auf als FSME und ist deutschlandweit verbreitet. Da gegen diese Krankheit nicht geimpft werden, sie aber mit Antibiotika gut behandelt werden kann, sollten Menschen, bei denen es nach einem Zeckenstich innerhalb der folgenden Wochen zu einer Hautveränderung oder zu grippe- oder rheumaartigen Beschwerden kommt, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Zecken werden bei Temperaturen ab zirka sieben Grad aktiv und halten sich besonders gerne im Unterholz, in Gebüschen sowie in hohen Gräsern und losem Laub auf. Zum Schutz vor Zecken empfiehlt sich Kleidung, die möglichst viel Körperoberfläche bedeckt. Das Auftragen von Insektenmitteln auf der Haut bietet zusätzlich zeitlich begrenzten Schutz. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man daher den Körper absuchen und gefundene Zecken rasch und ohne sie zu quetschen mit einer feinen Splitterpinzette oder einem speziellen Zeckenset entfernen, um so das Infektionsrisiko zu vermindern. Weitere Details zu Zecken finden sich auf der Webseite des hessischen Landesamts für Gesundheit und Pflege unter hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/zecken.
Auch die Asiatische Tigermücke gilt als potenzielle Überträgerin verschiedener tropischer Krankheitserreger. Eine Übertragung von Krankheitserregern, die üblicherweise mit der Tigermücke assoziiert werden, wurde bislang in Deutschland noch nicht nachgewiesen. Jedoch steigt das Risiko mit zunehmender Ausbreitung der Mücke, denn die Erreger werden regelmäßig von Reiserückkehrenden eingeschleppt. Gleichzeitig erhöhen die klimawandelbedingten, höheren Temperaturen das Risiko für Krankheitsübertragungen auf den Menschen.
„In Hessen kann jede und jeder dazu beitragen, das Gesundheitsrisiko durch die Asiatische Tigermücke möglichst gering zu halten. Um ihre weitere Verbreitung einzudämmen, ist es ratsam, schon jetzt das eigene Grundstück sorgfältig zu überprüfen und potenzielle Brutplätze zu beseitigen oder unzugänglich zu machen. Auf diese Weise lässt sich das Schlüpfen der Larven am effektivsten verhindern“, erklärte Gesundheitsministerin Stolz. Das Insekt kommt mit den trockenen und heißen Sommertagen gut klar, da kleinste Wasseransammlungen, beispielsweise in einem weggeworfenen Joghurtbecher oder einer Getränkedose, als Brutgewässer für sie ausreichend sind.
Auf der Website des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege (HLfGP) sind Informationen wie beispielsweise ein Flyer sowie eine Checkliste für Grundstückseigentümer mit entsprechenden Hinweisen zusammengestellt.
* pm: Hessisches Landesamt für Gesundheit und Pflege, Wiesbaden