Zu einer neuen Veranstaltungsreihe im Landgrafenschloss lädt die Philipps-Universität ein. Unter dem Titel „Schlossbegegnungen“ trifft Wissenschaft dort auf Kultur.
Ab April 2026 verwandelt die Philipps-Universität Marburg das Landgrafenschloss mit einer neuen Veranstaltungsreihe zu einem Ort der Begegnung: Mit der Reihe „Schlossbegegnungen“ lädt sie die Stadtgesellschaft ein, Wissenschaft und Kultur in verschiedenen Facetten zu erleben. Das werde „anschaulich, dialogisch und überraschend vielseitig, erklärte die Universitätsleitung.
„Entdecken Sie Vertrautes neu – und lassen Sie sich auf besondere Begegnungen im Schloss ein“, lud Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss ein. „Mit den Schlossbegegnungen öffnet die Philipps-Universität Marburg das Landgrafenschloss für alle, die Kultur und Wissenschaft erleben möchten. Konzerte, Lesungen, Vorträge und besondere Formate für alle Generationen machen den Fürstensaal zum Ort neuer Begegnungen – ein Schloss, das man nicht nur sieht, sondern erlebt.“
An mehreren Tagen im Monat verwandelt sich das Wahrzeichen Marburgs in eine Bühne für ein Programm, das Wissenschaft, Kunst, Musik und Diskussion miteinander verbindet. Initiiert wurde diese Veranstaltungsreihe vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das seit rund hundert Jahren kulturelle Begegnungen ermöglicht. Zugleich ist die Reihe ein Ergebnis aus der gemeinsamen Schlossentwicklung von Universität und Stadt. Ziel ist dabei, das Schloss noch stärker als lebendigen Treffpunkt zu etablieren – als Raum für Austausch, Inspiration und demokratischen Dialog.
Eröffnet wird die Reihe am Dienstag (31. März) von 16 bis 18 Uhr im Fürstensaal. Zur öffentlichen Auftaktveranstaltung werden unter anderem der Hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels sowie Vertreter*innen von Universität und Stadt erwartet. Mit dabei sind die Biologin und Autorin Jasmin Schreiber und eine Band um die brasilianische Drummerin Angela Frontera, die wissenschaftliche Impulse musikalisch aufgreift.
Jeder Monat hat einen thematischen Schwerpunkt. Im April dreht sich alles um die Metamorphose. Dieses Motiv spiegelt auch die Entwicklung des Schlosses selbst wider.
Am Sonntag (26. April) lädt der „Schlosszauber“ Kinder ein, die „wunderbare wandelbare Tierwelt“ zu entdecken. Gemeinsam mit der NAJU (Naturschutzjugend im NABU) wird das Thema altersgerecht und anschaulich vermittelt. Am Dienstag (28. April) folgt ein Gespräch mit Dr. Helge Baumann, der zu Ovids Metamorphosen forscht. In der neuen Reihe „Aufgetischt – Auf einen Kaffee mit .“ kommen Gäste direkt mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch. Die „Schlossbegegnungen“ setzen bewusst auf Dialog: In „Aufgeschlossen –
Wissenswertes aus der Werkstatt“ präsentieren Nachwuchswissenschaftler*innen aktuelle Forschung und laden zur Diskussion ein. Mit „Schlossgeflüster –
Wenn Worte leuchten“ entstehen mehrmals im Jahr Lesemomente ohne künstliches Licht, bei denen allein die Stimme der Vorlesenden neue Bilder im Kopf entstehen lässt. Die Reihe „Resonanzräume“ bringt besondere Orte des Schlosses zum Klingen – vom Fürstensaal bis zur mittelalterlichen Kapelle. Die traditionsreichen „Marburger Schlosskonzerte“ werden fortgeführt und die Reihe integriert.
Neu ist außerdem „Schlossakkord – Klavierpause für alle“: Jeden Samstag von 14 bis 15 Uhr steht der Flügel im Fürstensaal offen – für Anfänger*innen ebenso wie für geübte Pianist*innen, die die besondere Atmosphäre musikalisch füllen möchten. Auch Natur und Geschichte begegnen sich im Programm: „Ökosphäre Schloss“ widmet sich dem überraschend vielfältigen Lebensraum in und an den alten Mauern.
Gesellschaftspolitische Fragen greift das Format „Entschlossen für Demokratie – Wo Geschichte auf Zukunft trifft“ auf. Ob Debatte, Familiennachmittag, Konzert oder Lesung: Die „Schlossbegegnungen“ verstehen Wissenschaft als offenen Prozess und fördern den Austausch zu Themen, die Gesellschaft bewegen. Dazu leisten Wissenschaft und Kultur zentrale Beiträge.
Den Startpunkt bildet eine öffentliche Auftaktveranstaltung am Dienstag (31. März) von 16 bis 18 Uhr im Fürstensaal des Marburger Landgrafenschlosses. Nach einer musikalischen und szenischen Einstimmung zum Thema Metamorphose begrüßen Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss, Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels und der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Gäste. Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck führt in seinem anschließenden Vortrag in die Veranstaltungsreihe ein.
Den Festvortrag gestaltet die Biologin und Schriftstellerin Jasmin Schreiber, die für ihre innovativen Wege bei der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte verschiedene Auszeichnungen erhalten hat. Musikalisch aufgenommen werden diese Impulse von der brasilianischen Percussionistin und Sängerin Angela Frontera. Die Schülerin Mara Dumitru gibt mit einer Lesung Einblicke in ihr Werk, das beim Literaturwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ ausgezeichnet wurde.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung kann man per Mail an schlossbegegnungen@uni-marburg.de bekommen. Die Programmvorschau ab März 2026 ist online abrufbar unter www.uni-marburg.de/museum.
* pm: Philipps-Universität Marburg