Die Grünen sind von der Krisenfestigkeit der kritischen Infrastruktur in Marburg überzeugt. Das haben sie am Mittwoch (21. Januar) mitgeteilt.
„Marburg wird im Falle eines Unfalls oder Anschlags nicht zum zweiten Berlin“, erklärte Bürgermeisterin Nadine Bernshausen. Nach dem extremistischen Anschlag auf das Stromnetz in Berlin und dessen katastrophalen Folgen fragen sich viele Marburgerinnen und Marburger: „wie resistent ist Marburg?“
Das seien „berechtigte Sorgen, auf die wir unseren Mitbürger*innen schnell klare Antworten geben müssen“, sagte Grünen-Sprecherin Annika Münzer. Als Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke berichtete Bürgermeisterin Bernshausen dazu, dass die Stadtwerke Marburg in den letzten drei Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen und Investitionen getätigt haben, die die Sicherheit und Krisenfestigkeit der kritischen Infrastruktur in Marburg erheblich verbessert haben. Der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Uwe Volz erklärte: „Die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen der letzten drei Jahren sind richtig und wichtig. Damit wird eine deutlich höhere Sicherheit hergestellt.“
Bernshausen hat gegenüber der Grünen Fraktion betont: „Es war wichtig, für Strom, Gas, Fernwärme und Wassernetze Redundanzen herzustellen. Ein wichtiger Schritt wird abschließend die Fertigstellung des zweiten Umspannwerks sein.“
Für die Fraktion ist damit klar: „Die Netze der Stadtwerke Marburg haben bereits ein hohes Maß an Sicherheit. Der Anschlag in Berlin zeigt aber, dass wir sehr wachsam sein müssen.“
Die Fraktion ist der Auffassung, dass es notwendig wird, die Bevölkerung zu informieren: „Wir bitten die Stadtwerke Marburg um einen zeitnahen Bericht über die Krisenfestigkeit der Stadt Marburg, der für die Gefahren sensibilisiert und die Notwendigkeit von Vorsorge verdeutlicht“, forderte Volz.
* pm: Die Grünen Marburg