Familienstreit: Haftbefehl wegen Gefährlicher Körperverletzung

Ein Familienstreit ist am Donnerstag (5. März) in Marburg eskaliert. Die Staatsanwaltschaft Marburg führt deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen einen 29-jährigen Mann wegen Verdachts des versuchten Totschlags.
Am Donnerstagabend kam es in einem Mehrfamilienhaus in Marburg zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Brüdern im Alter von 16 und 29 Jahren sowie ihrer 55-jährigen Mutter. Der Beschuldigte suchte gegen 19 Uhr die Wohnung auf, in der seine Mutter gemeinsam mit dem 16-jährigen Bruder lebt. In dem Wohnungsflur soll es zunächst zu verbalen Streitigkeiten gekommen sein, die in eine körperliche Auseinandersetzung übergegangen sein soll. Der Beschuldigte soll seinen Bruder geschlagen, getreten und gewürgt haben.
Der 16-jährige Jugendliche und seine 55-jährige Mutter erlitten Verletzungen. Rettungskräfte brachten die beiden in ein Krankenhaus, wo ihre nicht lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt wurden. Der Beschuldigte wurde am Freitag (6. März) dem zuständigen Haftrichter des Amtsgerichts Marburg vorgeführt.
Die Staatsanwaltschaft Marburg beantragte, gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft anzuordnen. Der zuständige Haftrichter erließ zwar einen Haftbefehl, jedoch lediglich wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung. Den Haftbefehl setzte er gegen Auflagen außer Vollzug.

* pm: Polizei Marburg

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