Gründlich geprüft: Altes Feuerwehrhaus ist nicht einsturzgefährdet

Keine Einsturzgefahr besteht für den Feuerwehrstützpunkt in der Ketzerbach. Der Statiker hat das Gebäude wieder freigegeben.
Das Feuerwehrhaus in der Ketzerbach ist nicht einsturzgefährdet und ab sofort wieder vollständig nutzbar. Die Stadt Marburg hatte einen Teil der Fahrzeughalle abgestützt, in dem Risse in tragenden Stützen aufgetreten sind. Ein Statiker hat das Gebäude nun wieder komplett zur Nutzung freigegeben. Die Feuerwehr ist schon wieder in ihre Räume eingezogen.
Das historische Feuerwehrhaus in der Ketzerbach ist bald wieder offizieller Stützpunkt des 2. Zugs der „Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte“. Die Feuerwehrleute können ihre Spinde wieder einräumen und das technische Gerät zurückbringen, auch ihre Fahrzeuge sindschon wieder von der Hauptfeuerwache zurück im gewohnten Feuerwehrhaus. Ein Statiker hat das gesamte Gebäude wieder zur Nutzung freigegeben.
Die Untersuchungen haben ergeben, dass die tragende Stütze noch intaktist. Risse gab es lediglich in der Ummantelung aus Beton. Sie ist allerdings nicht maßgeblich für die Tragfähigkeit des Gebäudes.
Sie schützt lediglich die Stahlstützen. Ein Sanierungskonzept wird derzeit vom Statiker erarbeitet. Die Notfallabstützung, die zwischenzeitlich eingerichtet wurde, bleibt vorerst bestehen, um zu vermeiden, dass sie gegebenenfalls bei einer Sanierung erneut aufgebaut werden muss.
„Ich danke den Feuerwehrkamerad*innen und den Kollegen*innen des Fachdienst Hochbau und Hochbauservice, die am Freitag sofort bereitstanden, um die Sperrung zu organisieren und das Feuerwehrhaus zu räumen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Das war keine schöne Aufgabe. Allerdings geht für uns die Sicherheit der Menschen absolut vor; und deshalb war es keine Frage, dass wir das Gebäude so lange schließen, bis ein Fachmann uns bescheinigt, dass die Feuerwehr es weiterhin gefahrlos nutzen kann.“
Umso mehr freue es ihn, „dass die Mitglieder des 2. Zugs bereits wieder in ihr Gebäude zurückziehen konnten und wieder einsatzfähig sind“. Spies betonte auch, dass der Brandschutz auch in dem Gebiet des 2. Zugs die ganze Zeit sichergestellt war und durch andere Wehren übernommen wurde.
Im Feuerwehrhaus in der Ketzerbach wurden Risse in den Stützpfeilern in der alten Fahrzeughalle festgestellt. Am Donnerstag (24. April) gab es eine Begehung der Fachleute des Fachdienstes Hochbau, am Freitag wurde ein Statiker hinzugezogen.
Der Statiker hat zunächst sicherheitshalber eine Räumung sowie eine Notsicherung veranlasst, weil das Gebäude an sich zwar nicht einsturzgefährdet war, aber die zweifelsfreie Sicherheit der Menschen vorgeht. Also sperrte die Stadt das Feuerwehrhaus zunächst, die Einsatzkräfte räumten ihre Spinde; und die Fahrzeuge wurden zur Hauptfeuerwache gebracht.
Am Montag(28. April) und am Dienstag (29. April) hat die Stadt Marburg eine Notabstützung in dem Gebäude aus dem Jahr 1911 aufgebaut. Zeitnah erfolgten unter Begutachtung des Statikers Bauteilöffnungen, um der Schadensursache auf den Grund zu gehen. Denn: Die sichtbaren Risse sind zunächst nur in der Betonummantelung des eigentlichen Stützpfeilers aus Stahl zu sehen. Also musste die Ummantelung im Sockelbereich und im Bereich der Decke entfernt werden.
Das Ergebnis des Statikers lag dann am Mittwoch (30. April) vor: Das Gebäude ist nicht einsturzgefährdet und wurde bereits wieder zur Nutzung freigegeben. Die Risse könnten alters- oder abnutzungsbedingt sein. In den nächsten Tagen wird die Stadt ein komplettes Gutachten bekommen auch mit Hinweisen zur Sanierung der betroffenen Stütze.
Bis dahin kann laut Gutachter der Betrieb der Feuerwehr wieder aufgenommen werden. Einen Zeit- und Kostenplan für die Arbeiten gibt es noch nicht, dazu müssen das abschließende Gutachten und die Vorschläge zur Sanierung noch nicht vorliegen.

* pm: Stadt Marburg

Kommentare sind abgeschaltet.