Mittelpunkt des Universums: Unvergesslicher Abend mit André Rieu

Als „Mittelpunkt des Universums“ bezeichnete der niederländer André Rieu die Frankfurter Festhalle. Mit seinem Johann-Strauss-Orchester trat er dort am Samstag (3. Februar) auf.

Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Musik sollte an diesem Abend unterhalten und verbinden.
Dabei hat der Violinist, Orchesterleiter und Musikproduzent nicht übertrieben. Gespielt wurden Arien wie das „Nessun dorma“ von Giacomo Puccini, die Walzer von Émile Waldteufel und natürlich von Johann Strauss ein Stück aus „Das Phantom der Oper“, der Chorsatz „O Fortuna“ aus Carmina Burana von Carl Orff sowie viele andere bekannte musikalische Werke aus aller Welt.
Die Gruppe, deren Mitglieder aus insgesamt 30 verschiedenen Ländern wie Tasmanien, China, Frankreich und Ungarn stammen, sorgte mit ihrer humorvollen Art für viele Lacher. Während die Herren in ihren schwarzen, eleganten Anzügen glänzten, strahlten die Damen in ihren pompösen Kleidern wie Prinzessinnen um die Wette.
Die Bühne selbst hingegen wurde schlicht gehalten. Mit einer digitalen Leinwand im Hintergrund wurden unterstreichende Bilder und Landschaften zu den musikalischen Stücken abgespielt.
Rieu war stets zum Publikum gewand und wusste die richtigen Worte zu finden, um die Zuschauer nicht nur zum „Zuschauen“, sondern auch zum Mitmachen zu animieren. Schon bald waren die Gänge gefüllt mit tanzenden und singenden Menschen. Selbst auf den Stühlen blieb niemand still sitzen, ganz gleich ob jung oder alt.
Keineswegs war es ein spießiger Orchester-Abend, sondern ein einziges Fest, das mit zweieinhalb Stunden Dauer leider viel zu schnell vorbei ging. Die Freude und Begeisterung war im ganzen Saal zu sehen und zu spüren.
André Rieu ist ganz einfach ein musikalisches Phänomen wie kein anderer. Er ist ein wahrer König der Romantik, der bereits 40 Millionen CDs und DVDs verkauft hat und 30 Mal auf Platz 1 eins der weltweiten Hitlisten stand. Zusammen mit seinem 60-köpfigen Johann-Strauss-Orchester tourt er seit 30 Jahren weltweit und war nun das 25. Mal in Frankfurt am Main.
Ein Gewinn ist es zweifelsfrei, ihn wenigstens einmal im Leben gesehen zu haben. Es ist lohnenswert.

* Johanna Tran

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