Heimatbewusst: Stadtteilfonds finanziert Nachbarschaftsprojekte

Für die Stadtteilfonds Wehrda und Altstadt können Interessierte jetzt Ideen einreichen. Finanziert werden Nachbarschaftsprojekte der Bevölkerung.
Bei den Stadtteilfonds in Wehrda und in der Altstadt werden bis Sonntag (20. Februar) Ideen für Nachbarschaftsprojekte von Bürger*innen für Bürger*innen gesucht und finanziert. Die Ideensuche und Vernetzung findet online statt.
„In Marburg leben wir nicht nur, sondern wir leben zusammen in einer Gemeinschaft; und eben dieses Zusammenleben können Bürger*innen mit Hilfe des Stadtteilfonds gemeinsam und nachbarschaftlich gestalten“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Genau das ist die Grundidee hinter dem Projekt Stadtteilfonds der Universitätsstadt Marburg: Die Menschen sollen zusammenkommen, Nachbar*innen näher kennenlernen, Pläne schmieden für Stadtteilprojekte und sie im weiteren Verlauf gemeinsam umsetzen.
Bei dem Pilotprojekt stellt die Stadt vier Stadtteilen jährlich jeweils 5.000 Euro zur Verfügung, um Projekte von Bürgerinnen und Bürgern für den Stadtteil zu finanzieren. Über die Mittelvergabe entscheidet eine Stadtteiljury, in der der Ortsbeirat, Initiativen und zufällig ausgewählte Einwohnende des Stadtteils vertreten sind.
Pandemiebedingt wird die Ideensammlung für die rojekte in Wehrda und in der Altstadt sowie die Vernetzung der Interessierten ins Digitale verlegt. Ab sofort gibt es auf der digitalen Beteiligungsplattform der Stadt unter www.marburgmachtmit.de zwei interaktive Karten zu den Stadtteilfonds Wehrda und Altstadt. Dort können Einwohner*innen der Stadtteile Ideen für Bürgerprojekte für den Stadtteil eintragen, die sie selbst gerne umsetzen wollen.
Wer keine eigene Idee hat, aber bei der Umsetzung einer Idee mitmachen möchte, kann über die Plattform eine Kontaktanfrage senden an Nachbarinnen und Nachbarn, die Projekte starten wollen. Mit Unterstützung des Stadtteilfonds wurden bereits einige Ideen umgesetzt wie zum Beispiel der „offene Bücherschrank“ am Bürgerhaus Wehrda, der Nachbarschaftsmarkt oder ein Gemeinschaftsgarten.
Doch auch in anderen Stadtteilen hatten die Menschen viele Projektideen. So sind am Richtsberg mehrere Hochbeete entstanden, Erwachsene trafen sich zu offenen Spielenachmittagen oder Jung und Alt kamen zusammen, um gemeinsam Kurzmärchen zum Thema Solidarität zu schreiben und zu bebildern.
In Hansenhaus begaben sich Menschen auf Kanu-Touren, Spiel- und Basteltreffs. Sie saßen zusammen beim Krabbelcafé oder kümmern sich um eine Kiste mit Spielsachen, sodass alle Kinder bei einem Besuch auf dem Spielplatz etwas haben, mit dem sie ihre Fantasie anregen und gemeinsam spielen können.
Die digitale Ideensammlung für die Stadtteilfonds in Wehrda und Altstadt läuft bis Sonntag (20. Februar). Danach treffen sich die Stadtteiljurys und entscheiden, welche Projektideen aus dem Fonds finanziert werden. Weitere Informationen gibt es beim Fachdienst „Bürger*innenbeteiligung“ unter der Telefonnummer 06421/201-1040 oder per Mail an marburgmachtmit@marburg-stadt.de und bei der Quartiersmanagerin für die Oberstadt unter 06421/201-2010 oder oberstadt@marburg-stadt.de sowie unter marburgmachtmit.de/page/stadtteilfonds.

* pm: Stadt Marburg

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