Stiftung spricht: Posthume Ehrung für Hans-Dieter Klenk und Henning M. Beier

Posthum wurden Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier mit Von-Behring-Röntgen-Ehrenplaketten ausgezeichnet. Das wurde am Freitag (22. Oktober) bekanntgegeben.
Die Von-Behring-Röntgen-Stiftung hat am (Mittwoch (20. Oktober) im Rahmen einer Gedenkstunde in Frankfurt Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk und Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier posthum mit der Von-Behring-Röntgen-Ehrenplakette ausgezeichnet. Die Auszeichnungen wurden erstmalig verliehen, um besondere Verdienste um die in Marburg ansässige Medizinstiftung zu würdigen.
Der Marburger Virologe Hans-Dieter Klenk (25. Juni 1938 – 1. Juni 2021) erhielt die Ehrenplakette für sein 15-jähriges ehrenamtliches Engagement als Vizepräsident der Stiftung. Klenk war ein national und international angesehener Experte für die Erforschung von Virusinfektionen wie Influenzaviren, das Marburg- und das Ebolavirus sowie die Entwicklung neuer Impfstoffe und antiviraler Medikamente. Auf seine Initiative hin wurde das erste deutsche Hochsicherheitslabor (Biologischer Sicherheitslevel 4) in Marburg gebaut, das bei der Erforschung und Bekämpfung von Pandemien eine entscheidende Rolle spielt und seitdem den Wissenschaftsstandort Marburg prägt. >
„In seiner Funktion als Vizepräsident hat Prof. Dr. Klenk die Zusammenarbeit und den Schulterschluss der beiden medizinischen Fachbereiche in Forschung und Lehre maßgeblich gefördert“, erklärte sein Würzburger Kollege Prof. Dr. Matthias Frosch in seiner Laudatio. Damit habe er entscheidend zur Umsetzung des Stiftungszwecks der Von-Behring-Röntgen-Stiftung beigetragen, neue Perspektiven für die Hochschulmedizin der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen zu entwickeln. Stiftungspräsident Friedrich Bohl überreichte die Ehrenplakette mit großem Dank für die besondere Zusammenarbeit mit Klenk im Stiftungsvorstand an seine Ehefrau Ulrike Klenk, die gemeinsam mit ihrem Sohn Alexander an der Feierstunde teilnahm.
Der Aachener Anatom und Reproduktionsbiologe Prof. Dr. Dr. Henning M. Beier (26. Oktober 1940 – 11. April 2021) erhielt die Von-Behring-Röntgen-Ehrenplakette für sein 15-jähriges Engagement als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Von-Behring-Röntgen-Stiftung. 10 Jahre lang war er Vorsitzender des ehrenamtlich tätigen Gremiums aus Medizinexperten, zu dessen Aufgaben die Beratung der Stiftung in allen fachlichen Fragen gehört, insbesondere die Verwendung der Stiftungsmittel zur Forschungsförderung und die Begutachtung der Projektanträge.
Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele Krombach betonte in ihrer Laudatio die große wissenschaftliche Expertise des Geehrten, dem Pionier der Reproduktionsmedizin und Wegbereiter der sogenannten künstlichen Befruchtung, der einst in Marburg studiert und promoviert hat. Stellvertretend für ihren Ehemann nahm Dr. Karin Beier-Hellwig, die von ihrem Sohn Dr. Constantin Beier begleitet wurde, die würdevolle Auszeichnung entgegen. Die Arbeit für die Stiftung und die Ehrung mit der Von-Bering-Röntgen-Ehrenplakette, die bereits im letzten Jahr beschlossen wurde, habe ihrem Ehemann sehr viel bedeutet, betonte sie.

* pm: Von-Behring-Röntgen-Stiftung

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