Zwei Möglichkeiten: Aktionstag „Gemeinsam handeln gegen Armut“

„Gemeinsam handeln gegen Armut“ heißt das Motto eines Aktionstags am Donnerstag (22. Oktober). Mit mehreren dezentralen Aktionen macht das Marburger Bündnis für Familie in verschiedenen Stadtteilen sowie vor dem Erwin-Piscator-Haus (EPH) auf das Thema Armut aufmerksam.
Organisiert werden die Aktionen von der Projektgruppe „Familie und Armut“ des Bündnisses, Anlass ist der „Internationale Tag für die Beseitigung der Armut“. Alle Aktionen finden unter Einhaltung der Corona-Regelungen statt.
Ursprünglich sollte an dem Tag die „Erste Marburger Armutskonferenz“ stattfinden. Sie wurde aufgrund der Corona-Krise auf den 9. November 2021 verschoben. Stattdessen findet nun der Marburger Aktionstag „Gemeinsam handeln gegen Armut“ statt.
Vor dem EPH zeigt ein „Gedeckter Tisch“ symbolisch, wer bei der Armutsbekämpfung im Marburger Netzwerk mitwirkt. Dort übergibt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies um 15.30 Uhr eine kleine Spende –
symbolisch als „Elisabethtaler“ – für das Projekt „Marburg isst solidarisch“. Als „Heilige Elisabeth“ verkleidet, machen die Referentinnen Marieke Kräling und Claudia Plociennik vom Citypastoral auf die Solidaritätsaktion „Elisabethtaler“ aufmerksam.
Die Familienkasse Hessen bietet vor dem EPH von 14 bis 16.30 Uhr persönliche Beratungen unter Einhaltung der Corona-Regelungen an. Interessierte können sich beispielsweise den eigenen Anspruch auf Kinderzuschlag berechnen lassen und sich auch über weitere Familienleistungen informieren.
Die Kulturloge Marburg ist ebenfalls nachmittags vor dem EPH vertreten und baut eine sogenannte „Armutspyramide“ auf, womit die Auswirkungen von Armut veranschaulicht werden. Vorsitzende Hilde Rektorschek informiert über das Angebot der Kulturloge.
Marion Kaschner und Kolleg*innen vom Arbeitskreis Soziale Brennpunkte (AKSB) Marburg möchten sich im Waldtal auf der Grünfläche neben der Bushaltestelle St. Martin-Straße mit Stadtteilbewohner*innen austauschen. Dabei werden „Schilder-Sprechblasen“ mit Aussagen zu Lebensrealitäten der Menschen gestaltet.
Der Kinderschutzbund organisiert eine Bilder-Ausstellung zur Kinderarmut und möchte mit Passant*innen ins Gespräch kommen. Die Bilder werden auf Staffeleien vor dem Aufzug zur Oberstadt gezeigt. In diesem Zusammenhang wird es eine Absperrung zum Aufzug geben – mit einem Band „Kinderarmut grenzt aus“.
Für Kinder gibt es ebenfalls eine Aktion: Das Kreisjobcenter Marburg-Biedenkopf (KJC) macht auf das „Bildungs- und Teilhabepaket“ und weitere Leistungen des Kreisjobcenters aufmerksam. In diesem Zusammenhang erhalten Kinder nachmittags vor dem EPH kleine „Mitgebsel“.
Der Verein Arbeit und Bildung ist an verschiedenen Orten in der Stadt mit Statements zum Thema „Altersarmut“ präsent. Ein „Textbanner“ mit Sätzen von Teilnehmer*innen des Angebotes „In Würde Teilhaben“ wird an folgenden Plätzen am Boden ausgelegt: ab 9.30 Uhr im Stadtwald am Platz der Weißen Rose; ab 10.30 Uhr am Marktplatz vor dem Rathaus; ab 11.30 Uhr vor dem Cineplex und ab 14 Uhr vor dem EPH.
Das Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen (BSF) sucht im Rahmen des Formats „Euer Richtsberg – Eure Meinung“ an verschiedenen Orten im Stadtteil das Gespräch zum Thema „Armut“ mit den Bewohner*innen. Die Statements werden auf kleine Schultafeln geschrieben und mit auf den „Gedeckten Tisch“ gelegt.
Der städtische Fachbereich „Arbeit, Soziales und Wohnen“ bittet vor dem EPH um Rückmeldungen der Passant*innen zu den Fragen „Wo begegnet Ihnen Armut im Alltag?“ und „Was bedeutet für Sie arm sein?“. Die Antworten der Teilnehmenden werden auf Plakatwänden gesammelt und anonym für die „Armutskonferenz 2021“ verwendet.
Die verschiedenen Kooperationspartner gestalten den Aktionstag mit der Universitätsstadt Marburg als Organisatorin gemeinsam. Die Arbeitsgruppe versteht sich als Netzwerk von Institutionen, Trägern, Vereinen und Privatpersonen, die sich für die Armutsbeseitigung einsetzen.
Die Geschäftsstelle und Leitung der Projektgruppe liegt bei der städtischen Sozialplanung. Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Homepage unter #www.marburg.de/familie_und_armut.

* pm: Stadt Marburg

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