Als Hilfe für Bedürftige in der Corona-Zeit spenden Stadt und Landkreis je 2.500 Euro an die DRK-Suppenküche. Das teilten Stadt und Kreis am Dienstag (19. Mai) mit.
Viele Obdachlose und sozial schwache Menschen leiden besonders unter der Corona-Krise. Die Suppenküche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sorgt mit einer Notversorgung dafür, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen auch in dieser Zeit eine Mahlzeit bekommen. Um sie dabei zu unterstützen, spenden die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam 5000 Euro an die Suppenküche. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Landrätin Kirsten Fründt haben den Scheck überreicht.
„Für Wohnungslose ist die Zeit der Pandemie besonders gefährlich“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Deshalb ist es uns als Stadt und Landkreis wichtig, die außerordentliche Arbeit der Suppenküche zu unterstützen.“
Landrätin Kirsten Fründt ergänzte: „Wir danken Ihnen herzlich für ihr Engagement.“ In diesen schwierigen Zeiten zeige sich einmal mehr, „wie wichtig Ihr Einsatz ist“. Gemeinsam übergaben sie einen Zuwendungsbescheid über 5.000 Euro an Christoph Quandel vom DRK-Kreisverband Marburg-Gießen.
Die Folgen der Corona-Krise treffen obdachlose und einkommensschwache Menschen in ganz besonderem Maße. Zugleich ist die DRK-Suppenküche von den verschiedenen Restriktionen und Landesverordnungen betroffen und kann ihr Angebot nur als Notversorgung unter Beachtung strengster Hygiene- und Infektionsschutzvorkehrungen durchführen.
Der Notbetrieb verursacht dabei zusätzliche Kosten. Gleichzeitig ist eine steigende Nachfrage zu beobachten.
Das DRK hat daher bei Landkreis und Stadt um eine zusätzliche Unterstützung mit 5.000 Euro gebeten. In Aneung der besonderen Anstrengungen, unter den zur Zeit erschwerten Bedingungen eine Notversorgung anzubieten, haben OB Spies und Landrätin Fründt dem DRK-Kreisverband Marburg-Biedenkopf die zusätzliche Förderung überreicht.
Die DRK-Betreuungsstelle wurde 1916 vom DRK-Kreisverband Marburg-Gießen ins Leben gerufen. Seit den 80er-Jahren wird die Suppenküche in erster Linie von Personen in Anspruch genommen, die Obdachlosigkeit für sich selbst gewählt haben, aber auch von unfreiwillig obdachlosen und sozial schwachen Menschen. In der Suppenküche erhalten sie eine kostenlose Mahlzeit und Getränke.
Seit den 90er-Jahren wird die Suppenküche am Krummbogen 2 nahe des Marburger Hauptbahnhofs betrieben. Das DRK erhält für diese Art der Wohlfahrtspflege Zuschüsse von der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf.
* pm: Stadt Marburg