Maske ist nötig: Stadt spendiert Gesichtsschutz an Bedürftige

Das Projekt „Nahtstelle“ der Praxis GmbH näht für die Universitätsstadt Marburg. Die Stadt stellt 250 Gesichtsmasken für bedürftige Menschen zur Verfügung.
Gesichtsbedeckungen sind derzeit zur Eingrenzung der Corona-Pandemie in Geschäften und in der Stadtverwaltung Pflicht für Kundinnen und Kunden sowie Besuchende. Neben Einmal-Gesichtsmasken, Tüchern und Schals werden häufig auch selbstgenähte Gesichtsmasken verwendet. Die Stadt stellt nun bedürftigen Menschen 250 genähte Masken zur Verfügung.
Wer noch keine Gesichtsmaske hat oder wer sich – vielleicht wegen eines nur geringen Einkommens – keine zweite Maske zum Ersatz leisten kann, kann sich ab sofort im Jugend- und Sozialamt in der Friedrichstraße 36 eine selbstgenähte Mund-Nasen-Maske abholen.
„Das Tragen solcher Masken oder anderer Mund-Nase-Bedeckungen aus Stoff ist in vielen öffentlichen Bereichen zur Pflicht geworden“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Das gelte „nicht nur beim Einkauf, sondern beispielsweise auch bei Besuchen unserer Stadtverwaltung. Deswegen ist es wichtig, dass auch alle Menschen eine solche Bedeckung zur Verfügung haben.“
Das Tragen eines Tuchs oder Schals vor Mund und Nase reicht aus. Zu sehen sind derzeit aber vor allem viele selbstgenähte Masken in bunten Farben und unterschiedlichsten Mustern. Die Stadt Marburg hat nun zunächst 250 solcher Stoffmasken bei der Praxis GmbH gekauft, um sie bedürftigen Menschen zur Verfügung zu stellen.
Wer keine Maske hat oder eine zweite Maske zum Ersatz benötigt, kann sich eine solche Maske in der Friedrichstraße 36 holen. Sie sind genäht, hygienisch verpackt und sofort einsatzbereit – etwa auch direkt für Termine im Jugend- und Sozialamt, wo Maskenpflicht herrscht.
„Die Nachfrage nach selbstgenähten Masken ist derzeit hoch“, berichtete Spies. „Deswegen sind wir sehr froh, dass wir über das Projekt Nahtstelle der Praxis GmbH zunächst 250 Gesichtsmasken kaufen konnten.“
Der Oberbürgermeister bedankte sich bei Geschäftsführerin Gerlind Jäckle, der Anleiterin Daniela Theiß vom Projekt „Nahtstelle“ und Teilnehmerin Mona Saffaf für die genähten Masken in verschiedensten Farben. „Das Kontingent ist jedoch begrenzt“, erklärte Peter Schmidt vom Fachbereich Arbeit, Soziales und Wohnen. „Deswegen möchten wir darum bitten, dass Interessierte nur nach einer Maske fragen, wenn sie diese auch wirklich brauchen.“
Frauen mit Migrationshintergrund haben die Masken genäht. „Die Arbeit bei dem Projekt macht sehr viel Spaß“, berichtete Saffaf. Die Teilnehmerin des Projekts konnte bisher nicht nähen. „Ich habe es dort gelernt und jetzt in den vergangenen Wochen viele Masken genäht.“
Rund 20 Minuten dauere die Herstellung einer Gesichtsmaske in etwa. Und die Frauen nähen weiter daran.
„Wir arbeiten derzeit einige Aufträge ab, nehmen aber auch weitere Anfragen von Kommunen und Gemeinnützigen entgegen“, berichtete Jäckle. Die Stoffe für die Masken stammen aus der Kleiderkammer, die die Praxis GmbH in Marburg betreut.

* pm: Stadt Marburg

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