„Schwarze Romantik“ ist Thema der Veranstaltungsreihe „Café con Leche“. Am Montag (22. November) präsentiert sie eine bunte Mischung aus heiter- bis makaberen Moritaten, tiefschwarzen Chansons und volkstümlichen Burlesken.
Unter dem Titel „heute: Varieté “ gibt es am Montag (22. November) ab 17 Uhr im Spiegelslustturm Schwarze Romantik und Moritaten. Mitwirkende sind Liviana Holland, Andreas Wagner, Lutz Götzfried und anderen… Am Piano sitzt Barbara Krzensk.
Sie haben eine deutliche Schnittmenge, allerdings auf verschiedenen kulturellen Ebenen. Während die Moritat aus der Volks- und Jahrmarktskultur stammt, ist die Schwarze Romantik eine literarische Strömung der Hochkultur. Die Verbindung zwischen beiden lässt sich über thematische Parallelen und wechselseitige Beeinflussung erkennen.
Sowohl die Schwarzen Romantik als auch die Moritaten teilen sich eine Faszination für das Makabre und abseitig Schaurige. Letztere – abgeleitet von „Mordtat“ – ist ein erzählendes Lied, das von Bänkelsängern auf Straßen und Jahrmärkten vorgetragen wurde. Die Handlung schildert mit Vorliebe Liebesdramen und Mordgeschichten. Die Schwarze Romantik dagegen blickt ebenfalls in Tod und menschlichen Abgründe, thematisiert aber – im Gegensatz zur Moritat – eher das Phantastische und Unwirkliche ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu erheben. Beide Genres sind im Programm vertreten.
Passend zum wuchtigen Turm im herbstlichen Buchenwald finden im Turmcafé seit Sonntag (18. Oktober) die“ Wochen der schwarzen Romantik“ statt. Bei Kaminfeuer, heißem Getränk und Kuchen gibt es Lesungen und Musik. Beim Einführungsvortrag am Sonntag (18. Oktober haben Jana Schreiber und Dr. Rainer Zuch über die „schwarze Romantik“ und ihre popkulturellen Resonanzen einschließlich einiger Musikbeispiele erzählt.
Das „Varietéprogramm“ am 2. November und 7. Dezember 2026 jeweils um 16 Uhr zum Thema „Café con Leche“ bietet Verschiedenes aus alter und neuer dunkler Romantik mit Klavierbegleitung. Am Sonntag (22. November) um 17 Uhr liest Dr. Rainer Zuch aus „Nosferatus Schatten“ mit Hintergründen zu dem legendären Film von 1922. Eingerahmt wird das Thema durch Angelika Schönborns dunkelromantische Fotografie und das besondere Caféhaus-Ambiente im Marburger Spiegelslustturm. Manchmal ist auch der Turmgeist zu hören.
* pm: MObiLO e.V. Marburg