die Universitätsbibliothek lädt zur Abschlussveranstaltung des Projekts „Emil von Behring digital entdecken“ mit Vortrag, Einblicken in den Nachlass und virtuellem Rundgang ein. Diese Veranstaltung hat die Philipps-Universität am Dienstag (13. Oktober) angekündigt.
Zum Abschluss des Projekts „Emil von Behring digital entdecken“ lädt die Universitätsbibliothek zu einer Abendveranstaltung ein. Dr. Diana Müller und Dr. Lorenz Gilli geben Einblicke hinter die Kulissen der Projektarbeit und stellen die Ergebnisse vor. Die Behring-Expertin Dr. Ulrike Enke stellt in ihrem Vortrag die Objekte aus Behrings Nachlass in den Mittelpunkt und lässt deren Geschichte(n) lebendig werden. An der Virtual-Reality-Station kann man anschließend das Arbeitszimmer des Marburger Medizin-Nobelpreisträgers als Erinnerungsort in einer interaktiven Tour digital begehen und erleben.
Termin der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Emil von Behring digital erleben“ ist Donnerstag (22. Oktober) um 18 Uhr. Die Veranstaltung findet im Vortragsraum der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität in Marburg an der Deutschhausstraße statt.
Als erster Nobelpreisträger für Medizin zählt Emil von Behring (1854-1917) zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Medizingeschichte. Sein Leben und Wirken sind eng mit der Stadt Marburg und dem Land Hessen verbunden. Das Projekt „Emil von Behring digital entdecken“ macht Behrings wissenschaftliche und unternehmerische Tätigkeit sowie seine private Lebenswelt – Dokumente, Bücher und persönliche Gegenstände – nun umfassend für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit online zugänglich.
Der umfangreiche Behring-Nachlass besteht aus rund 13.000 Digitalisaten privater Briefe, Notiz- und Tagebücher, Fotografien und Dokumente. Er wird in eine moderne Datenbank-Infrastruktur überführt. Zugleich wird Behrings Privatbibliothek digitalisiert: Über 400 Bücher mit persönlichen Notizen und Markierungen werden in den Digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt.
Das Herzstück des Projekts ist jedoch der virtuelle Rundgang durch Behrings ehemaliges Arbeitszimmer: Per Webbrowser oder Virtual-Reality-Brille können Interessierte in den Raum eintauchen, den Schreibtisch mit Familienfotos und Schreibutensilien besichtigen oder Statuen, Bilder und Bronzebüsten bewundern. Detaillierte Beschreibungen und Fotografien von insgesamt 24 Objekten aus dem Arbeitszimmer geben Einblicke in Behrings Privat- und Familienleben, seine bahnbrechende Forschung und sein Wirken als Unternehmer und Gründer der Marburger Behringwerke.
Das Projekt ist Teil des Förderprogramms „Hessisches Kulturgut digital“ des Landes Hessen; die Ergebnisse werden über ein digitales Portal frei zugänglich gemacht. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben von der Medizinhistorikerin und Behring-Expertin Dr. Ulrike Enke. Weitere Informationen dazu gibt es unter uni-marburg.de/J5ktk.
* pm: Philipps-Universität Marburg