Geschwindigkeitskontrollen: Polizei schützt Schulweg zur BliStA

76 „grüne Karten“ wurden am Mittwoch (30. September) bei der „Kontrollaktion BliStA“ vergeben. Ziel war die Sicherheit sehbeeinträchtigter Kinder und Jugendlicher auf ihrem Schulweg.
Am Mittwochmorgen führten Polizeibeamtinnen und -beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit der Stadtpolizei die „Kontrollaktion BliStA“ durch. Im Mittelpunkt stand dabei die Schulwegsicherung blinder und sehbehinderter Kinder und Jugendlicher. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Ordnungskräfte von Schülerinnen und Schülern der Carl-Strehl-Schule (CSS). Die Aktion fand bereits zum dritten Mal statt.
In der Zeit von 7.30 bis 10.30 Uhr überprüften die Einsatzkräfte in der „Ketzerbach“ im Bereich der Zufahrt zu den BliStA-Einrichtungen an der Wilhelm-Roser-Straße die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge mittels Handlasermesssystem. Verkehrsteilnehmende, die zu schnell unterwegs waren, wurden direkt von den Ordnungskräften angehalten. Anschließend sprachen die Einsatzkräfte gemeinsam mit den sehbehinderten Schülerinnen und Schülern die kontrollierten Personen an.
Wer gegen die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung verstieß erhielt eine Verwarnung und eine „gelbe Karte“. Fahrerinnen und Fahrer, die sich hingegen an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielten, durften sich über eine „grüne Karte“ freuen. Diese Karten händigten die Schülerinnen und Schüler ihnen als „Dankeschön“ für ihr regelkonformes Verhalten und ihre Rücksichtnahme aus.
Bei der Aktion ging es jedoch um mehr als um Geschwindigkeitskontrollen: Die Straße „Ketzerbach“ ist für viele blinde und sehbehinderte Menschen ein täglicher Weg zum BliStA-Campus. Zudem ist die Straße sehr eng und unübersichtlich. Die Aktion soll Verkehrsteilnehmende für blinde und sehbehinderte Menschen im Straßenverkehr sensibilisieren.
Bei der Kontrolle waren neben den Schülerinnen und Schülern der Carl-Strehl-Schule auch ihre Lehrerinnen und Lehrer, Betreuerinnen und Betreuer sowie Schulleiter Peter Audretsch dabei. Der BliStA-Vorstandsvorsitzende Patrick Temmesfeld, Stadträtin Kirsten Dinnebier und Michael Hagenbring von der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Marburg besuchten ebenfalls die Kontrollaktion in der Ketzerbach. Polizeioberrat Stefan Jilg von der Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Düding von der Verkehrsinspektion, Polizeihauptkommissar Jan Krätschmer vom Regionalen Verkehrsdienst Marburg-Biedenkopf, sowie Polizeioberkommissar Thorsten Frey, der die Kontrollaktion leitete, waren ebenfalls vor Ort.
Die Bilanz der Kontrollen fällt positiv aus: Die große Mehrheit der gemessenen Fahrzeuge hielt sich an die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen. Lediglich sechs der insgesamt 82 gemessenen Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs. Die festgestellten Überschreitungen lagen jeweils nur geringfügig über dem erlaubten Tempo.

Alisa Jockel

Pressesprecherin

* pm: Polizei Marburg

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