Funkstreifen stoppten am Donnerstag (24. September) auf der Bundesstraße 3 bei Marburg eine 68-jährige Falschfahrerin. Dadurch verhinderten sie vermutlich Schlimmeres.
Gegen 19.50 Uhr gingen beim Polizeinotruf mehrere Anrufe von Autofahrern ein. Sie meldeten einen Personenwagen, der aus Richtung der Anschlussstelle der B62 auf die Fahrspur der B3 in Richtung Norden aufgefahren war, dann aber in Richtung Süden fuhr. Das Auto war auf dem linken von insgesamt zwei Fahrstreifen unterwegs.
Mehrere Polizeistreifen fuhren umgehend auf die B3 und leiteten entsprechende Verkehrsmaßnahmen ein. Eine Streife stoppte den Verkehr in Fahrtrichtung Norden im Bereich der Anschlussstelle „Marburg-Mitte“ in Höhe eines Parkplatzes. Kurz darauf entdeckte die Streife einen roten Skoda Fabia auf dem linken Fahrstreifen.
Der Kleinwagen hielt wenige Meter vor dem Streifenwagen selbständig an. Die 68-jährige Fahrerin war unverletzt. Durch die „Falschfahrt“ kam es zu keinem Unfallgeschehen sowie wurde niemand verletzt.
Warum die Frau falsch auf die Bundesstraße auffuhr, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Das Fahrzeug und ihren Führerschein stellten die Beamten auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau, die aus dem Landkreis Gießen stammt, entlassen.
Gegen sie wird wegen Verdachts einer Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Die Polizei Marburg sucht Zeugen, die durch den „falsch fahrenden“ roten Skoda Fabia auf der B3 möglicherweise gefährdet wurden. Hinweise werden telefonisch unter der Nummer 06421/406-0 entgegengenommen.
* pm: Polizei Marburg