Als „Nine/Eleven“ ist der 11. September 2001 längst in die Geschichte eingegangen. 25 Jahre ist dieser Tag mittlerweile schon her.
Zuerst wollte ich nicht glauben, was ich am 11. September 2001 in der Ketzerbach zu hören bekam. Die Terrorattentate in New York und Washington haben eine dramatische Zeitenwende eingeleitet. Sie leiteten nicht den Krieg der US-Regierung gegen Afghanistan ein, sondern zugleich auch eine feindliche Haltung gegen Muslime und den Islam.
Terror wurde mit Terror beantwortet, was eine Irrwitzige Spirale des Terrors in Gang gesetzt hat. Die Überlegenheit des Westens schien übergroß zu sein. Dennoch mussten 2021die westlichen Truppen Afghanistan fluchtartig verlassen.
Die meisten Gesellschaften der westlichen Länder sind mittlerweile tief gespalten ob der begründeten Furcht vor dem Terror und der psychopathischen Angst vor Fremden. Rechtspopulistische Parteien kochen ihr reaktionäres Süppchen auf diesem diffusen Gemisch aus Unkenntnis und Unsicherheit. Dagegen gehen am Sonntag (13. September) in Marburg die Menschen auf die Straße und fordern ein Parteiverbot für die AfD.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt poltert, man müsse angebliche Straftäter und „Gefährder“ auch nach Afghanistan abschieben. Um das zu bewerkstelligen hat er Vertreter des afghanischen Taliban-Regimes nach Deutschland geholt. Damit bekämpft er „das Feuer mit Benzin“ und „den Teufel mit Beelzebub“, indem er angebliche Terroristen mit Hilfe von Terroristen an ein Terrorregime ausliefert.
Wo bleibt da die Menschenwürde? Wie ist solch ein Vorgehen noch vereinbar mit den vielzitierten „westlichen Werten“? Die wesentlichen westlichen Werte hat US-Präsident George Bush mit dem Angriff auf Afghanistan als Antwort auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 leider längst auf den „Müllhaufen der Geschichte“ geworfen.
Das erschreckende Erstarken faschistoider und faschistischer Denkmuster in Europa und Deutschland wäre ohne den 11. September 2001 ebensowenig denkbar wie die Machtübernahme von Donald Trump in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Nirgendwo sind die Menschen heutzutage noch sicher vor Terror und Attentaten. Aber auch vor rassistischer Gewalt sind die Menschen fast nirgendwo mehr sicher. Pikanterweise schreien indes genau diejenigen am lautesten nach „Sicherheit“, die die Sicherheit harmloser Mitmenschen am heftigsten bedrohen.