Ausgestellte Auseinandersetzung: WERKSTATT RADENHAUSEN in Kunstmuseum und Kunstverein

Die Sonderausstellung „WERKSTATT RADENHAUSEN“ wird am Donnerstag (30. Juli) im Kunstmuseum Marburg eröffnet. Sie blibkt zurück auf 27 Jahre künstlerischer Dialog.
mit der neuen Sonderausstellung „WERKSTATT RADENHAUSEN“ präsentiert das Kunstmuseum der Philipps-Universität in einer großen Retrospektive den Dialog der Künstlergemeinschaft WERKSTATT RADENHAUSEN vom 31. Juli bis 18. Oktober 2026. Was als lockere Runde in einer Marburger Kneipe begann, entwickelte sich zu einer der prägendsten Künstlergemeinschaften der Region: Nun steht die WERKSTATT RADENHAUSEN im Mittelpunkt der Retrospektive.
Seit Mitte der 90er Jahre verbindet die Mitglieder Lies Kruschwitz, Antonia Mösko, Burgi Scheiblechner, Klaus Schlosser, Hans Schohl, Margarete Trümner, Gerda Waha und seit 2012 Ursula Eske nicht nur ihr künstlerisches Schaffen, sondern auch der lebendige Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Kultur und Öffentlichkeit. Über lange Jahre gehörten auch die bereits verstorbenen Manfred Drechsel (?2009) und Liesel Haber (?2025) zur Gruppe.
25 Jahre lang war das Rittergut Radenhausen mit seinen Atelierräumen und der Druckwerkstatt das kreative Zuhause der Gruppe. Das Rittergut liegt am Fuße der Amöneburg. Dort entstanden jährlich Ausstellungen, die – oft verbunden mit einem Sommerfest – zu den Höhepunkten des kulturellen Lebens im Landkreis Marburg-Biedenkopf zählten. Die Dialogfähigkeit und das Engagement der WERKSTATT RADENHAUSEN wurden 2006 mit dem Otto-Ubbelohde-Preis gewürdigt.
Nun blickt das Kunstmuseum Marburg in einer umfassenden Retrospektive auf die persönliche Entwicklung der Künstlerinnen und Künstler sowie auf die gemeinsame Arbeit der letzten Jahrzehnte zurück. Dass der Dialog trotz aller Unterschiede möglich ist, zeigt sich auch in den Werken. Die Beschäftigung mit einer Thematik kann stilistisch und technisch verschieden verarbeitet werden. Bildhauerei, Malerei, Grafik und Installation – Holz trifft auf Stahl, Farbe auf Film, Statik auf Dynamik.
„Ihre sehr unterschiedlichen – jeweils charakteristischen und eigenständigen – Werke ergeben zusammen den Spiegel einer Generation, in dem eine sich verändernde Gesellschaft sichtbar wird“, beschrieb Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck die Ausstellung. Wie die Künstlerinnen und Künstler sind die Werke miteinander in einem stetigen Gespräch und bieten dies auch den Besuchenden an. Die Ausstellung ist vom 31. Juli bis 18. Oktober 2026 zu sehen.
Trotz der Auflösung der Ateliers in Radenhausen 2025 bleibt die Gruppe aktiv: Parallel zur Museumsschau werden aktuelle Arbeiten im Kunstverein Marburg präsentiert. Otterbeck sowie die Künstlerinnen und Künstler der WERKSTATT RADENHAUSEN laden zur Eröffnung der Ausstellung für Donnerstag (30. Juli) um 18 Uhr in das Kunstmuseum an der Biegenstraße ein.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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