Personalisierte Problemlösungen: Medinisches Symposium zu COPD

Neue Wege in der COPD-Forschung hat ein Symposium in Marburg aufgezeigt. Dabei wurden vor Allem Fortschritte für die personalisierte Medizin behandelt.
Das internationalen Symposium „Innovationen für die COPD – Neue Ansätze in Prävention und Behandlung“ hat am Donnerstag (2. Juli) und Freitag (3. Juli) in Marburg stattgefunden. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ärztinnen und Ärzte haben dort die neuesten Entwicklungen in der Forschung zu chronischen Atemwegserkrankungen – insbesondere der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) – diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Forschungsplattform „PermedCOPD“, der COSYCONET-Kohorte und des Deutschen Zentrums für Lungenforschung standen neue Erkenntnisse darüber, wie sich COPD und andere Lungenerkrankungen besser verstehen, früher erkennen und individueller behandeln lassen.
Ein Schwerpunkt des Programms war die Erkenntnis, dass COPD keine einheitliche Erkrankung ist. Andererseits gibt es Überschneidungen mit dem Asthma bronchiale und der Bronchiektasen-Erkrankung. Neue Biomarker, innovative Zell- und Gewebemodelle sowie Untersuchungen zu Virusinfektionen und Entzündungsprozessen tragen dazu bei, diese Unterschiede besser zu verstehen und gezielt zu behandeln. Gleichzeitig wurden neue Entwicklungen in der medikamentösen Therapie sowie Erkenntnisse aus großen Patientenstudien vorgestellt.
Besonderes Interesse galt dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Bildanalysen und digitale Verfahren zur Einteilung von Patientinnen und Patienten könnten künftig helfen, Diagnosen zu verbessern, Krankheitsverläufe genauer vorherzusagen und neue Behandlungsstrategien schneller zu entwickeln. Auch die Vorhersage von Krankheitsschüben (Exazerbationen), die für viele Betroffene eine große Belastung darstellen, war ein wichtiges Thema.
Das Symposium machte deutlich, dass die COPD-Forschung einen Wandel hin zu einer personalisierten Medizin erlebt. Ziel ist dabei, jedem Patienten und jeder Patientin künftig eine möglichst individuell abgestimmte Prävention und Therapie anbieten zu können. Der enge Austausch zwischen Grundlagenforschung, klinischer Medizin und digitalen Technologien bildet dabei eine wichtige Voraussetzung, um die Versorgung von Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen nachhaltig zu verbessern.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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