Erneute Qualifikation: Aurelia Birne übernimmt Gastprofessur am Institut für das Recht der Digitalisierung

Dr. Aurelia Birne übernimmt eine Gastprofessur am Institut für das Recht der Digitalisierung. Das hat die Philipps-Universität am Mittwoch (27. Mai) mitgeteilt.
Für fünf Semester übernimmt Dr. Aurelia Birne eine Gastprofessur am Fachbereich Rechtswissenschaften. Sie forscht und lehrt im Team von Prof. Dr. Sebastian Omlor im Institut für das Recht der Digitalisierung (IRDi), im speziellen zum Bank- und Kapitalmarktrecht. Dass Digitalisierung auch in diesem Bereich längst im Alltag angekommen ist, erläutert Birne an einem anschaulichen Beispiel: „Wer ein Smartphone zum Bezahlen oder moderne Zahlungsmethoden wie PayPal oder Klarna nutzt, bewegt sich bereits im digitalen Rechtsverkehr und begründet dabei unterschiedliche Rechtsverhältnisse.“
Die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen im Bankrecht auf den digitalen Raum anzuwenden, gehört zu Birnes Schwerpunkten. So bietet sie Lehrveranstaltungen in diesem Bereich an, die die rechtliche Einordnung von sog. FinTechs behandelt – Finanzdienstleistungen, die auf innovativen Technologien beruhen – beispielsweise die Nutzung neuer Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder dem Handel mit elektronischen Wertpapieren.
Birne freut sich über das ungewöhnliche Format der fünfsemestrigen Gastprofessur: „Wissenschaft ist ein toller Beruf. Es ist schön, dass ich schon jetzt die Möglichkeit habe, Lehrerfahrung zu sammeln“, sagte die 30-jährige Juristin.
Studierenden möchte sie die Angst vor dem Fachgebiet Recht der Digitalisierung nehmen. „Die rechtlichen Grundlagen bleiben oftmals die gleichen. Es kommen nur neue digitale Phänomene dazu“, erklärte sie.
Ein weiterer Lehrschwerpunkt ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Rechtswissenschaft. In der Schlüsselqualifikation „KI in juristischer Ausbildung und juristischer Tätigkeit“ sei ihr wichtig, Studierenden Kompetenzen im Umgang mit juristischen und nicht-juristischen KI-Lösungen zu vermitteln, damit sie lernen, KI-generierte Antworten auf juristische Fragen einzuordnen und zu evaluieren. In der Forschung will sie weiter im Bereich des digitalen Bank- und Kapitalmarkts arbeiten. Zu ihren Forschungsthemen gehören neben der rechtlichen Einordnung innovativer Bezahlmethoden und Zahlungsmittel beispielsweise rechtliche Fragen rund um die Einführung einer digitalen Version des Euro oder dem Einsatz von KI-Agenten in Zahlungsinfrastrukturen.
Prof. Dr. Sebastian Omlor, in dessen Team Birne arbeitet, betont: „Das Institut für das Recht der Digitalisierung (IRDi) erhält durch die Gastprofessur von Frau Dr. Birne eine bereits national wie international weithin sichtbare und sehr willkommene Unterstützung in einem auch für die gesamte Universität zentralen Profil- und Zukunftsbereich.“
Birne in ihrer Forschung auch interdisziplinäre Kooperationen des Instituts stärken und ausbauen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fachbereichs, etwa im Kontakt zu Projektträgern und der Einwerbung von Drittmitteln. Promoviert hat Birne in einem Drittmittelprojekt zu Blockchain und Recht. Parallel zur Gastprofessur arbeitet sie derzeit an ihrer Habilitation.

* pm: Philipps-Universität Marburg

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