María José Alonso Fernández spricht beim „MAP-X-Forum“ zu neuen Impfstoffen. Sie möchte Pandemievorsorge in Europa neu denken.
Einblicke in die Forschung zur Pandemievorsorge in Europa bietet eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und des European Vaccines Hub (EVH) in der Reihe „MAP-X-Forum“. Mit einem Vortrag in englischer Sprache beleuchtet die Gastrednerin Prof. María Jose Alonso Fernández (Universidade de Santiago de Compostela) neuartige Verabreichungswege für Impfstoffe. Die Veranstaltung findet am Dienstag (19. Mai) von 11 bis 12 Uhr in der Aula der Alten Universität statt.
Eine Teilnahme ist auch online möglich. Der Live Stream ist online auf webconf.hrz.uni-marburg.de/n/rooms/vyi-jdw-ih8-u0o/join.
Der öffentliche Vortrag ist Teil der Jahrestagung des European Vaccines Hub und wird gemeinsam vom MAP-X Forum, dem DZIF und dem EVH organisiert. Er befasst sich mit zentralen Fragen an der Schnittstelle zwischen Pandemievorsorge und Impfstoffinnovation. Gemeinsam arbeiten die Philipps-Universität Marburg, das DZIF und das EVH daran, Europas Fähigkeit zur Reaktion auf neu auftretende Krankheitserreger zu stärken. Eine wichtige Rolle in zukünftigen Impfstoffplattformen spielen Verabreichungssysteme der nächsten Generation wie Lipidnanopartikel, zu denen María José Alonso Fernández forscht.
Auf der Agenda steht auch das Anwendungspotenzial von Nanopartikeln zur Erleichterung der Impfung gegen ein breites Spektrum von Viren sowie Aktuelles aus der DZIF-Impfstoffentwicklung und eine kurze Information von Prof. Dr. Piet Maes von der KU Leuven zu den aktuellen Hantavirus-Infektionen. Maes ist designierter Präsident der Hantavirus Society und eng in die Koordinierung der aktuellen Maßnahmen mit der WHO und internationalen Expert*innen eingebunden. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die strategischen Ansätze von DZIF und EVH und haben die Möglichkeit, sich mit führenden Impfstoffforscher*innen aus ganz Europa auszutauschen.
Prof. María Jose Alonso Fernández ist eine führende Expertin zur Erforschung der Zusammensetzung und Verabreichung von Impfstoffen und Arzneimitteln an der Universidade de Santiago de Compostela in Spanien. Ihre Forschung konzentriert sich auf Nanotechnologie und neuartige Zusammensetzungen und Verabreichungssysteme für Impfstoffe, insbesondere Lipidnanopartikel sowie die intranasale Immunisierung. Durch die Ausrichtung auf die Schleimhautimmunität eröffnet ihre Arbeit vielversprechende Wege für Impfstoffe der nächsten Generation gegen Atemwegserreger und potenzielle „Pathogen X“-Szenarien.
Das „MAP-X-Forum“ ist eine Veranstaltungsreihe an der Philipps-Universität Marburg, die durch interdisziplinäre Diskussionen in Marburg Fachwissen aus den Bereichen Infektionsforschung und Pandemievorsorge bündelt. Die Philipps-Universität Marburg nimmt eine Spitzenposition in der Erforschung von hochpathogenen Viren und in der Pandemieforschung ein. Sie verfügt als einzige deutsche Universität über ein Labor der höchsten Sicherheitsstufe (Biosafety Level 4). Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) ist Deutschlands führende Einrichtung für translationale Infektionsforschung, die Wissenschaftler*innen vernetzt, um neue Strategien für Prävention, Diagnose und Behandlung zu entwickeln. Der „European Vaccines Hub“ (EVH) ist ein paneuropäisches Forschungsnetzwerk, das Impfstoffe und Therapien gegen pandemische Krankheitserreger vorantreibt und Prozesse für eine schnelle Reaktion in Krisensituationen stärkt.
* pm: Philipps-Universität Marburg