„Jakob der Lügner“ heißt eine musikalische Lesung zum 8. Mai 1945.
Anlässlich des Jahrestags der Beendigung des Krieges in Europa präsentieren „musica europa“ und das Netzwerk „feindsender 2.0“ eine szenische und musikalische Lesung. Im Mittelpunkt steht die Figur Jakob Heym aus Jurek Beckers Roman „Jakob der Lügner“, der in einem Ghetto durch eine erfundene Radiobotschaft Hoffnung spendet. Seine Lüge rettet Leben, indem sie Zuversicht schenkt. Damit wird sie zur letzten Form von Menschlichkeit im Angesicht der Vernichtung.
Im historischen Treppenhaus des Staatsarchivs Marburg wird durch die Verbinddung von Sprache, Gesang, Klang und Raum der Aufführungsort selbst zur Resonanzfläche und die Erzählung zu einem eindringlichen Erlebnis. Dabei wird der 8. Mai als Tag der Befreiung aufgegriffen und die Frage gestellt, wie Erinnerung heute lebendig gehalten werden kann. Inszenierung und Textfassung stammen von Kerstin Weiß. Erzähler ist Dr. Hans Josef Schöneberger. Lilli Kirell singt.
Aufführungen finden am Freitag (8. Mai) und Mittwoch (20. Mai) jeweils um 18 Uhr im Hessischen Staatsarchiv Marburg am Friedrichsplatz statt. gefördert wird das Programm von staatsarchiv marburg, der Universitätsstadt Marburg und der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (SKMB).
* pm: Hessisches Staatsarchiv Marburg