Verkehrskontrollen: Europaweiter Speedmarathon am 15. April

Am europaweiten „Speedmarathon“ am Mittwoch (15. April) wird sich Hessen erneut beteiligen. An diesem Aktionstag intensivieren die hessische Polizei sowie die beteiligten Kommunen ihre Geschwindigkeitskontrollen.
Die Aktion soll auf die Risiken überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam machen und die Verkehrssicherheit stärken. Zwischen 6 und 22 Uhr werden landesweit verstärkt Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Verkehrssünder sollen nicht nur im Nachgang einen Bußgeldbescheid erhalten, sondern möglichst direkt vor Ort angehalten, mit dem Geschwindigkeitsverstoß konfrontiert und bezüglich der Gefahren aufgeklärt werden. Das Ziel der Aktion ist, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für die Bedeutung angepasster Geschwindigkeit zu sensibilisieren und so zur Reduzierung von Verkehrsunfällen beizutragen.
„Wer rast, spielt mit Menschenleben“, mahnte der hessische Innenminister Roman Poseck. „Geschwindigkeitsverstöße sind kein Kavaliersdelikt. Überschreitungen können fatale Folgen haben: zerstörte Familien, verlorene Leben, unermessliches Leid für Betroffene und ihr Umfeld.“
Deshalb brauche es klare Konsequenzen, mehr Kontrollen und eine unmissverständliche Haltung für mehr Rücksicht und Regelkonformität: „Wir alle können durch regeltreues Verhalten zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Darauf möchte unsere Polizei im Rahmen des Speedmarathons explizit hinweisen“.“
Polizeioberrat Stefan Jilg vom Polizeipräsidium Mittelhessen, der auch in diesem Jahr den polizeilichen Einsatz und die Geschwindigkeitsmessungen koordiniert, erklärte die Aktion: „Der Speedmarathon ist eine europaweite Initiative, die deutlich macht, wie wichtig die Einhaltung von Tempolimits für die Verkehrssicherheit ist. Die Aktion ist inzwischen ein fester Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit. Sie soll dazu beitragen, Bewusstsein zu schaffen, Geschwindigkeiten zu reduzieren, Unfälle zu verhindern und die Folgen von Verkehrsunfällen zu mindern.“
Ergänzend zum Speedmarathon werden zusätzlich – insbesondere junge Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer in polizeilichen –
Präventionsveranstaltungen, wie dem Programm „CrashKurs“, bezüglich der weitreichenden Folgen von Unfällen für Beteiligte und deren Umfeld sensibilisiert. Um gezielt auf die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen hinzuweisen, veröffentlicht die Polizei vorab sämtliche Messstellen, die im Rahmen des Speedmarathons zwischen 6 und 22 Uhr eingerichtet werden. Damit soll die Öffentlichkeit bewusst auf das Thema Geschwindigkeit im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig weist die Polizei darauf hin, dass – wie an jedem anderen Tag auch – zusätzlich unangekündigte Geschwindigkeitskontrollen oder kurzfristige Änderungen möglich sind.
Ein Schwerpunkt der europaweiten Aktion liegt darauf, auf eine der häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle hinzuweisen: Das ist zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Für die Geschwindigkeitsüberwachung setzt die hessische Polizei erneut auf moderne Messtechnik. Dazu zählen unter anderem Handlasermessgeräte, mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen sowie zivile Polizeifahrzeuge mit moderner Videomesstechnik, die Verstöße beweissicher dokumentieren können. Zusätzlich kommen mobile Geschwindigkeitsmessanhänger zum Einsatz.
Auch in diesem Jahr wird die hessische Polizei den Speedmarathon über ihre Social-Media-Kanäle begleiten. Unter dem Hashtag #Speedmarathon informiert sie über die Aktion und macht auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam.
Der Speedmarathon ist Teil einer europaweiten Kontrollaktion des Netzwerks „European Roads Policing Network“ (ROADPOL). In diesem Zusammenschluss arbeiten Verkehrspolizeien aus zahlreichen europäischen Ländern zusammen. Ihr Ziel ist, durch koordinierte Kontrollen, Präventionsmaßnahmen und den fachlichen Austausch, die Sicherheit im Straßenverkehr europaweit zu erhöhen und die Zahl der Verkehrsunfallopfer nachhaltig zu reduzieren.

* pm: Polizei Marburg

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