„Fair Wohnen“ ist der Name einer Ombudsstelle zu Mietverhältnissen in Marburg. Seit fünf Jahren bietet sie Mieterinnen und Mietern ehrenamtliche Hilfe.
Seit rund fünf Jahren unterstützen ehrenamtliche Ombudspersonen Menschen bei Fragen und Problemen rund um Mietverhältnisse. 215 Menschen haben die Beratung der Ombudsstelle „Fair Wohnen“ seit ihrem Start in Anspruch genommen. „Die Ombudsstelle bietet eine wichtige und niedrigschwellige Hilfe für Menschen, die sich in schwierigen Mietsituationen befinden“, erklärte Stadträtin Kirsten Dinnebier. „Die Ehrenamtlichen leisten damit einen sehr wichtigen Beitrag zu einem solidarischen Zusammenleben und Miteinander in Marburg und tragen maßgeblich zu einem guten Wohnen in der Stadt bei.“
Seit ihrer Gründung im Jahr 2021 hat die Ombudsstelle „Fair Wohnen“ 215 Marburgerinnen und Marburger beraten und begleitet. Im Mai 2026 feiert das Beratungsangebot sein fünfjähriges Bestehen. Das Herzstück der Beratungsstelle sind die ehrenamtlichen Ombudspersonen.
Seit Januar neu im Team sind Aileen Hofmann und Leonie Seidler. Sie haben die Sprechzeiten in der „Servicestelle für Soziales“ übernommen. Zusammen mit der erfahrenen Ombudsfrau, Bettina Böttcher-Dutton, besteht das Team aus drei engagierten Ehrenamtlichen, die ihre Zeit und ihr Wissen für die Gemeinschaft einsetzen. Bettina Böttcher-Dutton führt die Sprechzeit am Richtsberg im Beratungs- und Begegnungszentrum (BBGZ) durch.
„Oft ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, an wen man sich mit seinen Fragen wenden kann“, berichtete Böttcher-Dutton. „In der Ombudsstelle sind wir gut vernetzt und können die Menschen gezielt weiterverweisen. Zudem unterstützen wir auch beispielsweise beim Verfassen eines Briefs.“
Dass das Angebot etwas bewirkt, zeige sich anhand der positiven Rückmeldungen der Ratsuchenden. „Wenn Personen einem berichten, dass sich ihre Situation verbessert hat und sich für die Unterstützung bedanken, dann zeigt das, dass es solch ein Angebot braucht. Einen Ort, wo Menschen unkompliziert eine erste Ansprechperson finden“, erklärte Böttcher-Dutton. Die Ombudsstelle „Fair Wohnen“ ist ein kostenfreies, unabhängiges Beratungsangebot der Universitätsstadt Marburg. Sie richtet sich an Mieter*innen und Vermieter*innen, die Unterstützung bei schwierigen Mietverhältnissen benötigen. Ziel ist dabei, faire, einvernehmliche Lösungen zu finden – unbürokratisch und sachlich.
Das Besondere an diesem Angebot ist der einfache und unbürokratische Zugang: Die Beratung erfolgt auf Augenhöhe, respektvoll und vertraulich. Das Ziel ist, Streitigkeiten möglichst frühzeitig und ohne gerichtliche Auseinandersetzung zu klären.
Die Ombudspersonen arbeiten unabhängig und unparteiisch. Sie hören beide Seiten an, gleichen Interessen ab und helfen dabei, Missverständnisse aufzuklären oder Spannungen abzubauen. Dabei werden Schaden, Aufwand und mögliche Kosten sachlich abgewogen.
Eine Rechtsberatung findet in diesem Kontext jedoch nicht statt. Am Ende steht – idealerweise – eine faire, für alle Beteiligten tragbare Empfehlung zur Lösung des Problems. Das Angebot steht allen offen – unabhängig vom Einkommen, von der Herkunft oder vom konkreten Problem. Es richtet sich an alle Menschen, die bei Konflikten im Mietverhältnis eine neutrale Anlaufstelle suchen.
Die Ombudsstelle arbeitet eng mit Kooperationspartnern wie Wohnungsbaugesellschaften, dem städtischen Fachdienst Wohnungswesen, der Servicestelle für Soziales, dem Mieterverein Marburg und vielen weiteren zusammen. Das Beratungsangebot ergänzt bedarfsgerecht bereits vorhandene Strukturen in der Universitätsstadt Marburg. Die städtische Sozialplanung hat das Konzept für die Ombudsstelle erarbeitet und begleitet als hauptamtliche Koordinatorin die Umsetzung sowie die stetige Weiterentwicklung des Unterstützungsangebots.
Wer das Angebot nutzen möchte, kann eine der beiden regelmäßigen Sprechstunden besuchen. Sie finden Mittwochs von 17 bis 19 Uhr im Beratungs-
und Begegnungszentrum Richtsberg an der Sudetenstraße sowie Donnerstags von 16 bis 17 Uhr in der Servicestelle für Soziales im Erwin-Piscator-Haus (EPH) an der Biegenstraße statt. Anfragen sind auch per E-Mail oder telefonisch auf die Mailbox möglich unter fair-wohnen@marburg-stadt.de oder 0157/83927153. Weitere Informationen finden sich auch auf der Website der Stadt Marburg unter www.marburg.de/fair-wohnen.
* pm: Stadt Marburg