Vorübergehend gelassen: Am 5. März bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht

Einen bundesweiten Schulstreik gegen Wehrpflicht am Donnerstag (5. März) hat Die Linke angekündigt. Sie wendet sich damit gegen Schulbesuche der Bundeswehr.
„Unsere Schulen sind keine Rekrutierungsbüros“, erklärte die Bundestagsabgeordnete Desiree Becker. „Die Bundeswehr wirbt so aggressiv wie nie zuvor: Die Zahl der Schulwerbetermine hat sich von 2.558 im Jahr 2021 auf 5.527 im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Umso erfreulicher ist die steigende Zahl der Kriegsdienstverweigerungen.“
Das neue Wehrdienstgesetz verpflichtet alle 18-jährigen Männer des Jahrgangs 2008 dazu, einen Erfassungsfragebogen auszufüllen. Bereits 3.900 Menschen haben von ihrem Recht zur Kriegsdienstverweigerung Gebrauch gemacht. Das ist ein Anstieg von 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis November 2025 gingen 6.730 Anträge beim zuständigen Amt ein, die dort noch nicht vollständig bearbeitet werden konnten. Daher ist von einer noch höheren Zahl an Kriegsdienstverweigerern auszugehen.
Die Linke begrüßt die hohe Zahl der Kriegsdienstverweigerungen und unterstützt die jungen Menschen dabei, sich dem neuen Wehrdienst zu entziehen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. An die Schülerinnen und Schüler hat Becker auch eine Botschaft: „Schließt euch der Aktion Schulstreik gegen Wehrpflicht an und geht am 5. März auf die Straße! Wehrt euch, und nehmt eure Zukunft selbst in die Hand!“

* pm: Die Linke Marburg

Kommentare sind abgeschaltet.