„Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel.“ Unter diesem Titel gibt es am Donnerstag (17. September) ein Museumsgespräch zur Kunst von Gisela Hoischen-Wiesner und Lothar Hoischen.
Das Museum der Philipps-Universität Marburg lädt zu einem Museumsgespräch in den Kleinen Rittersaal des Landgrafenschlosses ein. Dort ist unter dem Titel „Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel“ eine Sonderausstellung mit Werken von Gisela Hoischen-Wiesner und Lothar Hoischen zu sehen. Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck spricht mit interessierten Besucher*innen am Donnerstag (17. September) um 18 Uhr im Kleinen Rittersaal über die Ausstellung und das Werk des Künstlerpaars. Gisela Hoischen-Wiesner (1942-2024) und Lothar Hoischen (1935-2001) lebten ab den 70er Jahren in Marburg und prägten mit ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur die regionale Szene mit.
Lothar Hoischen, der als Professor für Mathematik in Gießen wirkte, entwickelte einen spätexpressiven Malstil, inspiriert von Vincent van Gogh. Seine Werke – insbesondere die dynamischen Baumgestalten – zeugen von großer Ausdruckskraft. Neben der Malerei schuf er Zeichnungen und Grafiken.
Gisela Hoischen-Wiesner widmete sich der Seidenmalerei, Collagen, textilen Kreationen und farbenfrohen Hauben. Beide sammelten zudem klassische und moderne Kunst. Darunter waren zahlreiche Marburg-Ansichten unter anderem von Otto Ubbelohde. Diese Werke sind in einer Auswahl neben den eigenen Werken in der kleinen Ausstellung zu sehen.
Nach dem frühen Tod ihres Mannes blieb Gisela Hoischen-Wiesner künstlerisch und fördernd aktiv. Sie unterstützte jahrzehntelang Marburger Einrichtungen – insbesondere die Philipps-Universität – und engagierte sich für die Sanierung des Kunstmuseums und des Brunnens im Innenhof des Kunstgebäudes. Als Mitglied der Galeriegemeinschaft Haspelstraße Eins bereicherte sie ab 2017 das Ausstellungsangebot der Stadt.
Museumsdirektor Otterbeck lädt alle Interessierten ein, die Atmosphäre des Künstlerhauses der Hoischens im Kleinen Rittersaal zu erleben: „Sie können dort die Kunstwerke betrachten, auf alten und modernen Möbeln Platz nehmen, Kunstbücher durchblättern, Schach spielen oder Musik hören. Ein Gästebuch liegt aus, um Erinnerungen an die beiden großen Förderer des Marburger Museums festzuhalten.“
Das Motto der Ausstellung „Das Leben verspricht nichts, aber es hält viel“ stammt von einem handgeschriebenen Zettel, der in der Küche der Künstlerin hing. Das Landgrafenschloss ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt zur Sonderausstellung kostet drei Euro oder ermäßigt zwei Euro. Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag (20. September).
* pm: Philipps-Universität Marburg