Im Rahmen der Sportförderung erhält der FSV Cappel einen Mähroboter und Materialien zur Pflege des Rasens. Geldgeberin ist die Stadt Marburg.
Ein neues Projekt zeigt, wie konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kommune und Verein bei der Sportstätten-Bewirtschaftung gelingen kann: Der „FSV 1926 Cappel “ hat einen Teil der städtischen Sportanlage „Am Köppel“ übernommen. Die Stadt Marburg unterstützt das Engagement über die Sportförderung.
„Sport verbindet, stärkt nachweislich die Gesundheit und fördert das soziale Miteinander“, erklärte Stadträtin Kirsten Dinnebier. „Daher ist uns die Förderung von Sport und Bewegung in der Universitätsstadt Marburg sehr wichtig.“ Mit der Förderung möchte die Stadt zugleich die Initiative des FSV Cappel würdigen, der ehrenamtliches Engagement, Eigenverantwortung und kommunale Unterstützung miteinander verbindet.
Der FSV Cappel bewirtschaftet seit einigen Monaten einen Teil der städtischen Sportanlage „Am Köppel“ in Eigenregie selbst. Die „KNAX-Arena“ verweist auf die Unterstützung des Vereins und seiner Jugendarbeit durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf. KNAX soll Kindern erste grundlegende finanzielle Kompetenzen vermitteln und fördert einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Geld. Gleichzeitig engagieren sich noch weitere Partner des FSV Cappel bei diesem Projekt.
In der Knax-Arena findet das Training der Kinder- und Jugendabteilung von den Bambini bis zu E-Jugend statt. Auch Spiele und kleine Turniere im Funino-Format können dort ausgetragen werden. Der FSV Cappel hat eine Bewässerungsanlage installiert, Stefan Kühn hat Strom verlegt und Jugend-Koordinatorin Daniela Oberlies hat gemeinsam mit Eltern und freiwilligen Helfer*innen Sitzgelegenheiten am Spielfeldrand gebaut und gestrichen.
Der FSV-Vorsitzende Reiner Muth erläuterte zur Eigeninitiative rund um die Sportstätten-Bewirtschaftung: „Wir als Verein übernehmen damit Verantwortung und entlasten die Kommune gleichzeitig.“ Auf den Vorbildcharakter des Projekts ging Björn Backes vom städtischen Fachdienst Sport, Bewegung und Gesunde Stadt ein: „Solch ein Engagement stärkt das Ehrenamt und fördert die Identifikation mit den Sportstätten. Zugleich zeigt es einen nachhaltigen Umgang mit städtischen Ressourcen.“ Die Stadt Marburg unterstützte das Projekt durch gezielte Investitionen –
unter anderem mit einem Zuschuss von 3.000 Euro für die Anschaffung eines leistungsfähigen Mähroboters, der per App gesteuert wird und sich um die Pflege der Rasenfläche kümmert. Vereinsintern wird der motorisierte Helfer „Mählias“ genannt. Die Bezeichnung spielt auf den Namen „Elias“ an. Elias Lefebre kümmert sich gemeinsam mit Frederik Mihr um die Pflege der Knax-Arena und das Projekt drum herum. Beide sind Spieler der Seniorenmannschaft des FSV Cappel.
Des Weiteren hat die Stadt einen Zuschuss von 1.076 Euro für Materialien zur Aufbereitung und Pflege der Spielfläche bereitgestellt. Die beiden Zuschüsse ergeben eine Gesamtfördersumme von 4.076 Euro. Gemeinsam überbrachten Sportdezernentin Dinnebier und Sportamtsleiter Backes dem FSV Cappel symbolisch einen Scheck mit dieser Summe. Grundlage für die Unterstützung sind die Sportförderrichtlinien der Stadt.
Das Projekt knüpft an die gemeinsamen Gespräche zwischen Stadt, Sportamt und Vereinen an, die im Zusammenhang mit dem „Sportforum“ im September 2025 stattgefunden hatten. Während des „Schwerpunkt-Sportforums“ ging es um die Weiterentwicklung der Marburger Sport-Infrastruktur. Der FSV Cappel hat mehrere Ideen ausgearbeitet und einige davon bereits umgesetzt, um beispielsweise Energieverbrauch einzusparen, nachhaltig zu bewirtschaften und allgemein zur Kosten-Reduzierung für die Stadt beizutragen. Immer unterstützt wird der FSV dabei vom Förderverein um Vorsitzenden Torsten Mihr.
* pm: Stadt Marburg