Die Stadt Marburg startet eine Online-Abfrage zu Müllgefäßen. Dazu dienen soll ein „smarter Chip für die Tonne“.
Die Universitätsstadt Marburg startet eine stadtweite Online-Abfrage zur Ausstattung mit Abfallgefäßen. Ihr Ziel ist, die Abfallentsorgung weiter zu verbessern, die Abfallsatzung zu aktualisieren und Haushalte künftig bedarfsgerechter mit Mülltonnen in der tatsächlich benötigten Größe auszustatten. Dazu sollen in einem zweiten Schritt zudem alle Restmüll-,
Bio- und Altpapiertonnen mit einem modernen Identifikations-Chip versehen werden.
Der erste Schritt ist eine grundstücksgenaue Bestandsaufnahme: Wer hat welche Tonnen, in welcher Größe – und wie oft werden sie geleert? Zur Erfassung erhalten alle Grundstückseigentümer*innen in den kommenden Tagen Post von der Stadt.
Auf Wunsch können die Marburgerinnen und Marburger künftig auch eine kleinere 80-Liter-Restmülltonne bekommen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies erklärte dazu: „Im bisherigen System werden die Abfallgefäße rein nach Personenzahl zugeteilt – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Das entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Die Umstellung auf eine bedarfsgerechtere Ausstattung schafft Anreize zur noch besseren Trennung und weiteren Vermeidung von Restmüll. Wir sorgen dafür, dass sich das Vermeiden von Restmüll sowohl ökologisch als auch finanziell lohnt.“
Eine neue Option ist die 80-Liter-Restmülltonne. Sie ist künftig auf Wunsch erhältlich – alternativ zu den bisherigen Restmüllgefäßen in Größen von 120 bis 1100 Liter.
Alle Restmüll-, Bio- und Papiertonnen erhalten einen Chip zur eindeutigen Zuordnung zum Grundstück. Dieser Chip dient nicht der Abrechnung (zum Beispiel nach Gewicht oder tatsächlicher Leerung), sondern ausschließlich der Identifikation, was beispielsweise die Erkennung gestohlener Tonnen erleichtert.
Grundstückseigentümer werden ab Montag (23. Februar) per Post aufgefordert, ihre vorhandenen Tonnen über ein Online-Portal zu erfassen. Außerdem werden sie gefragt, ob sie Interesse an der neuen, kleineren 80-Liter-Restmülltonne haben. Die Rückmeldungen benötigt die Stadt bis Freitag (13. März), damit die Tonnen rechtzeitig auf das Chipsystem umgerüstet werden können. Die Tonnen werden im Laufe des Jahres nach und nach gechipt – die Anwohnenden müssen dafür nicht mehr tun, als die Tonnen zu einem bestimmten Tag rauszustellen. Dazu erhalten sie zeitnah weitere Informationen.
Das Portal zur Erfassung ist erreichbar über bestandsabfrage-marburg.buergerportal.digital. Für den Login benötigen Eigentümerinnen und Eigentümer das Kassenzeichen und ein Passwort, das ihnen im Schreiben mitgeteilt wird. Für Fragen ist eine Hotline eingerichtet unter 06421/201-2332. Die Universitätsstadt Marburg bedankt sich schon jetzt für die Unterstützung bei diesem zukunftsweisenden Projekt.
* pm: Stadt Marburg