{"id":9607,"date":"2022-05-21T10:34:42","date_gmt":"2022-05-21T08:34:42","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=9607"},"modified":"2022-05-21T10:34:42","modified_gmt":"2022-05-21T08:34:42","slug":"juedisches-leben-ausstellung-mit-virtueller-synagoge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=9607","title":{"rendered":"J\u00fcdisches Leben: Ausstellung mit virtueller Synagoge"},"content":{"rendered":"<p>Eine Ausstellung gibt Einblicke in j\u00fcdisches Leben heute. Zudem gibt es eine Erlebnisreise ins 14. Jahrhundert mit VR-Brille. <!--more--><br \/>\nIm Jubil\u00e4umsjahr &#8222;Marburg800&#8220; widmet sich die Stadt auch dem j\u00fcdischen Leben in Marburg. Eine Ausstellung der Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universit\u00e4t zeigt ab Dienstag (24. Mai) das Judentum in der Universit\u00e4tsstadt heute. Eine Reise in die Vergangenheit erm\u00f6glicht die virtuelle Realit\u00e4t.<br \/>\nDie Firma &#8222;Inosoft&#8220; hat die alte Synagoge digital erlebbar gemacht. VR-Brillen f\u00fcr die Zeitreise k\u00f6nnen am Markt 23 ausprobiert werden.<br \/>\n&#8222;Zum Stadtjubil\u00e4um wollen wir uns mit Gegenwart und Zukunft besch\u00e4ftigen, aber auch in die Vergangenheit schauen&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Denn auch die Zukunft beginnt mit dem Erinnern, das gleichzeitig das eigene Selbstverst\u00e4ndnis pr\u00e4gt. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir zu Marburg800 auf das Judentum und widmen diesem eine eigene Ausstellung.&#8220;<br \/>\nDie Ausstellung &#8222;J\u00fcdisches Leben in Marburg: Erinnern schafft Identit\u00e4t&#8220; im Rathaus ist einer der zentralen Programmpunkte zum Stadtjubil\u00e4um. Sie ist von Dienstag (24. Mai) bis Mittwoch (24. August) zu sehen. Die Ausstellung gibt anhand von Objekten, Fotos, Interviewausschnitten und Audiomaterialien Einblick in Lebensgeschichten und die gelebte Vielfalt des Judentums in Marburg.<br \/>\nSie portr\u00e4tiert neun Mitglieder der J\u00fcdischen Gemeinde Marburg anhand von Gegenst\u00e4nden aus dem Lebensalltag oder dem j\u00fcdischen Ritus. Etwa mit einem Schachbrett und einem Schabbatlicht werden jeweils sehr pers\u00f6nliche Bez\u00fcge zum Judentum gezeigt.<br \/>\nEntstanden ist die Ausstellung unter inhaltlicher Federf\u00fchrung der Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universit\u00e4t. Wie Kuratorin Dr. Susanne Rodemeier betont, war die Verwirklichung nur durch die enge Kooperation mit der J\u00fcdischen Gemeinde und der Stadt Marburg m\u00f6glich. Zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung kam von der Szloma-Albam-Stiftung und der Hessischen Kulturstiftung.<br \/>\nFeierlich er\u00f6ffnet wird &#8222;J\u00fcdisches Leben in Marburg: Erinnern schafft Identit\u00e4t&#8220; am Dienstag (24. Mai) um 18 Uhr im Rathaus. Die Ausstellung wird von einem Kulturprogramm begleitet, das am Freitag (24. Juni) im Rahmen der &#8222;Nacht der Kunst&#8220; mit Gespr\u00e4chen mit der Kuratorin Dr. Susanne Rodemeier startet.<br \/>\nAm Dienstag (28. Juni) findet um 19 Uhr im Rathaus ein Podiumsgespr\u00e4ch unter dem Titel &#8222;J\u00fcdisches Leben: Vom Weggehen und Ankommen&#8220; statt. Am Freitag (14. Juli) um 19 Uhr geht es in der Aula der Alten Universit\u00e4t mit Konzert und Vortrag des Pianisten und Musikwissenschaftlers Jascha Nemtsov weiter.<br \/>\nTeil der Ausstellung ist ein Ort f\u00fcr Begegnungen: Auf einem Sofa k\u00f6nnen Menschen zum Gespr\u00e4ch Platz nehmen. Dort wird am Montag (3. Juli) und Montag (31. Juli) die Kuratorin Dr. Susanne Rodemeier mit Mitgliedern der J\u00fcdischen Gemeinde Marburg ins Gespr\u00e4ch kommen.<br \/>\nWeitere Termine werden kurzfristig angek\u00fcndigt. Den Abschluss bildet am Mittwoch (24. August) um 18 Uhr im Rathaus der Abend &#8222;Judentum in Liedern und Texten&#8220;, mit Rezitationen und Gesang aus der j\u00fcdischen Welt.<br \/>\nIn der Br\u00fcder-Grimm-Stube am Markt 23 gibt es in der Ausstellung &#8222;Stadtgeschichte*n&#8220; als besonderes Erlebnis die &#8222;Virtuelle Synagoge&#8220;. Durch dieses &#8222;Marburg800&#8220;-Projekt der IT-Firma &#8222;Inosoft&#8220; k\u00f6nnen Besuchende mit Virtual-Reality-Brillen in das 14. Jahrhundert eintauchen und die mittelalterliche Synagoge am Obermarkt in der damaligen Zeit erleben. Auf der Grundlage von alten Zeichnungen, Fotos der Ausgrabungsst\u00e4tte und Hinweisen von Historiker*innen wurde das Geb\u00e4ude ma\u00dfstabsgetreu so nachempfunden, dass es mit einer Datenbrille nahezu real erlebbar ist.<br \/>\nSo sind beispielsweise Marktger\u00e4usche zu h\u00f6ren, wenn man bei flackerndem Kerzenschein das virtuelle Gotteshaus betritt. Durch das alte Gem\u00e4uer schreitend, gelangen die Besucher*innen zum Torahschrank und auf nie zuvor gesehene Weise wird die mittelalterliche Synagoge mit fast allen Sinnen wieder erfahrbar.<br \/>\nDie Idee, die in den 90er-Jahren bei Bauarbeiten entdeckte mittelalterliche Synagoge virtuell wieder aufzubauen, ist ein &#8222;Marburg800&#8220;-Projekt, das die Jubil\u00e4umsschwerpunkte &#8222;erinnern&#8220;, &#8222;erleben&#8220; und &#8222;erfinden&#8220; verbindet: &#8222;Der Gegenstand ist die Geschichte, die Methode die Zukunft, die Erfahrung die Gegenwart&#8220;, freute sich Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies und lud alle zur Ausstellungser\u00f6ffnung ein, bei der Inosoft-Vorstand Thomas Winzer und seine Mitarbeiter*innen auch die Erlebnisreise \u00fcber Virtual-Reality-Brillen vorstellen werden.<br \/>\nDie Marburger IT-Firma hat als Sponsor die &#8222;Realit\u00e4t&#8220; der &#8222;Virtuellen Synagoge&#8220; entwickelt und stellt das Ergebnis der Marburger Stadtgesellschaft und allen anderen Interessierten unentgeltlich zur Verf\u00fcgung. Ab Ende Mai liegen die Virtual-Reality-Brillen zum Ausprobieren am Markt 23 in der Ausstellung &#8222;Stadtgeschichten&#8220; w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten Donnerstag bis Montag von 15 bis 19 Uhr bereit. Die Nutzung ist kostenlos.<br \/>\nWeitere Orte, an denen die VR-Brillen ausprobiert werden k\u00f6nnen, werden hinzukommen. Auch beim &#8222;Tischlein-deck-dich&#8220; auf der gesperrten Stadtautobahn am Montag (5. Juni) sind die VR-Brillen zum Testen dabei.<br \/>\nDie Ausstellung &#8222;J\u00fcdisches Leben in Marburg: Erinnern schafft Identit\u00e4t&#8220; ist w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten des Rathauses, montags bis mittwochs von 7 bis 16 Uhr, donnerstags von 7 bis 18 Uhr und freitags von 7 bis 12.30 Uhr zu sehen. F\u00fchrungen finden dienstags um 12 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.<br \/>\nWeitere Informationen zur Ausstellung bekommen Interessieerte unter <a href=\"http:\/\/www.uni-marburg.de\/NoSAv\">uni-marburg.de\/NoSAv<\/a> und zur Besichtigung der &#8222;Virtuellen Synagoge&#8220; auf der Jubil\u00e4umshomepage <a href=\"http:\/\/www.marburg800.de\">www.marburg800.de<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Ausstellung gibt Einblicke in j\u00fcdisches Leben heute. Zudem gibt es eine Erlebnisreise ins 14. 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August) um 18 Uhr im historischen Saal des Rathauses mit dem Musiker und Kabarettisten Aliosha\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":9236,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=9236","url_meta":{"origin":9607,"position":3},"title":"J\u00fcdisches Leben: Amnon Orbach erh\u00e4lt das Leuchtfeuer 2022","date":"19. April 2022","format":false,"excerpt":"Amnon Orbach erh\u00e4lt am Sonntag (22. Mai) das \"Marburger Leuchtfeuer\" 2022. 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