{"id":954,"date":"2017-08-09T18:07:22","date_gmt":"2017-08-09T16:07:22","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=954"},"modified":"2017-08-09T18:13:29","modified_gmt":"2017-08-09T16:13:29","slug":"hefe-genommen-15-millionen-fuer-forschung-an-genen-mit-licht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=954","title":{"rendered":"Hefe genommen: 1,5 Millionen f\u00fcr Forschung an Genen mit Licht"},"content":{"rendered":"<p>Das Forschungskonsortium &#8222;MELICOMO&#8220; erh\u00e4lt 1,5 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. Es m\u00f6chte &#8222;Wirkstoffe mittels Licht erzeugen&#8220;. <!--more--><br \/>\nDie neue Forschungsgruppe wird von dem Marburger Biochemiker Prof. Dr. Lars-Oliver Essen koordiniert. Das Team verwendet Hefezellen zur Herstellung bioaktiver Substanzen. Um deren Produktion zu verbessern, m\u00f6chte eszellul\u00e4re Prozesse mittels Lichtsignalen steuern.<br \/>\nDas Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) f\u00f6rdert das Verbundvorhaben des Marburger &#8222;LOEWE&#8220;-Zentrums f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) und seinen Partnern in den n\u00e4chsten drei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro. Davon flie\u00dfen 900.000 Euro nach Marburg.<br \/>\n&#8222;Die gezielte Steuerung von Genen mittels Licht gewinnt immer mehr an Bedeutung&#8220;, erkl\u00e4rte Verbundkoordinator Essen. Das gelte insbesondere f\u00fcr &#8222;die Produktion von Stoffen, die in der Landwirtschaft oder in der Medizin angewendet werden&#8220;.<br \/>\nDas Konsortium mit dem Namen &#8222;metabolic engineering with light-controlled modules&#8220; (MELICOMO) zielt auf die Entwicklung verbesserter Hefezellkulturen, die derartige bioaktive Substanzen kosteneffektiv produzieren. Die Wissenschaftler versuchen das zun\u00e4chst mit einem Wachstumshormon, das in Pflanzen in nur geringer Konzentration vorkommt. Dabei handelt es sich um Gibberellins\u00e4ure.<br \/>\nDas Team bedient sich nun eines Tricks. W\u00e4hrend die Produktion von Gibberellins\u00e4ure \u00fcblicherweise \u00fcber giftige Zwischenprodukte verl\u00e4uft, optimieren die Forscher die Bioproduktion des Hormons durch gezielt verabreichte Lichtsignale.<br \/>\nDie eingesetzten Werkzeuge und Techniken wurden in den drei beteiligten Arbeitsgruppen entwickelt, die Know-how in Biochemie, Hefegenetik, Synthetischer Biologie und Modellierung von Biosynthesewegen mitbringen. &#8222;Zum Einsatz kommen artifizielle Chromosomen, synthetische Transkriptionsfaktoren und molekulare, Licht-kontrollierte Protein-Degradationsmodule&#8220;, erl\u00e4uterte Verbundsprecher Essen. Um die Zellkulturen von einer Wachstums- auf eine Produktionsphase umzustellen, erstellte die Forschungsgruppe eigens molekulare Bauteile, die Enzyme an- und abschalten k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Initiative f\u00fcr &#8222;MELICOMO&#8220; ging von Essens Forschungsgruppenleiter Dr. Christof Taxis aus. Neben Essens Arbeitsgruppe beteiligen sich die Nachwuchsgruppe von Dr. Katrin Messerschmidt von der Universit\u00e4t Potsdam sowie die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Zoltan Nikoloski vom Max-Planck-Institut f\u00fcr molekulare Pflanzenphysiologie in Golm an dem Verbund.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forschungskonsortium &#8222;MELICOMO&#8220; erh\u00e4lt 1,5 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. 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