{"id":8659,"date":"2022-01-27T11:35:09","date_gmt":"2022-01-27T10:35:09","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=8659"},"modified":"2022-01-27T11:35:09","modified_gmt":"2022-01-27T10:35:09","slug":"als-grundlage-13-millionen-euro-fuer-medizinischen-nachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=8659","title":{"rendered":"Als Grundlage: 1,3 Millionen Euro f\u00fcr medizinischen Nachwuchs"},"content":{"rendered":"<p>Die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung unterst\u00fctzt acht wissenschaftliche Projekte in Gie\u00dfen und Marburg. Daf\u00fcr spendiert sie 1,3 Millionen Euro. <!--more--><br \/>\nBewegungsst\u00f6rungen, Blutvergiftung und Herz-Kreislauferkrankungen sind die Themen der aktuellen Forschungsprojekte der Von Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung. Bereits zum 15. Mal hat sie F\u00f6rdermittel f\u00fcr medizinische Forschungsvorhaben an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (JLU) und der Philipps-Universit\u00e4t bewilligt. \u00dcber insgesamt 1,3 Millionen Euro f\u00fcr acht Projekte mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren k\u00f6nnen sich die Beg\u00fcnstigten freuen.<br \/>\nStellvertretend f\u00fcr ihre Arbeitsgruppen nahmen die Projektleiter am Mittwoch (26. Januar) die F\u00f6rderurkunden aus den H\u00e4nden von Stiftungspr\u00e4sident Dr. Lars Witteck entgegen. &#8222;Gesund bleiben m\u00f6glichst bis ins hohe Alter, dieser Wunsch steht bei Umfragen zur Lebensqualit\u00e4t ganz oben und ist oft abh\u00e4ngig von modernen Diagnosemethoden und neuen Therapiem\u00f6glichkeiten&#8220;, verdeutlichte Witteck die Ziele der Von Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung. &#8222;Mit unserer F\u00f6rderung wollen wir die Grundlage f\u00fcr den f\u00fcr alle wichtigen medizinischen Fortschritt legen.&#8220;<br \/>\nDie Gelder stehen ab 2022 f\u00fcr sechs Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftlern sowie zwei Kooperationsprojekte mit Beteiligung von Forschern beider Standorte bereit. Jeweils die H\u00e4lfte der Beteiligten kommt aus Marburg und aus Gie\u00dfen.<br \/>\nDie Parkinson-Krankheit ist die h\u00e4ufigste Bewegungsst\u00f6rung und betrifft weltweit mehrere Millionen von Menschen. Trotz intensiver Forschung existiert derzeit keine Therapie, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder ihre Manifestation verhindern k\u00f6nnte.<br \/>\nZiel des Projekts von Dr. Fanni Fruszina Geibl ist es, mit Hilfe hochmoderner neuroanatomischer Methoden die Ausbreitung und das Fortschreiten der Erkrankung auf zellul\u00e4rer Ebene zu untersuchen und besser zu verstehen. Mit 177.000 Euro wird das Projekt der Marburger Nachwuchswissenschaftlerin unterst\u00fctzt.<br \/>\nDie Blutvergiftung &#8222;Sepsis&#8220; ist die h\u00e4ufigste Todesursache durch Infektionserkrankungen und wird vor allem von bakteriellen Krankheitserregern der Lunge, der Harnwege, der Haut und des Darms verursacht. Dr. Katrin Bedenbender will in ihrem Projekt den Einfluss bakterieller Vesikel von Erregern, die zu Blutvergiftungen f\u00fchren, auf die Innenwand der Blutgef\u00e4\u00dfe, das Endothel, untersuchen. Dabei soll neben der Endothelfunktion insbesondere der gef\u00e4\u00dfsch\u00fctzenden Faktor RNase1 eine zentrale Rolle spielen.<br \/>\nDas Ziel der Marburger Nachwuchswissenschaftlerin ist die lebensrettende Entwicklung neuer Pr\u00e4ventions- beziehungsweise Therapieans\u00e4tze zur Behandlung krankhafter Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen in der Sepsis. Ihr Projekt wird mit 150.000 Euro gef\u00f6rdert.<br \/>\nHerz-Kreislauferkrankungen stehen an der Spitze der Todesursachen. Dabei stellt Vorhofflimmern die h\u00e4ufigste anhaltende Herzrhythmusst\u00f6rung dar, von der etwa 1,6 Millionen Menschen betroffen sind. Vorhof- und Kammerflimmern sind meist mit schwerwiegenden Folgen verbunden und k\u00f6nnen zu einem Schlaganfall oder pl\u00f6tzlichem Herztod f\u00fchren.<br \/>\nIn vielen dieser ungekl\u00e4rten F\u00e4lle liegt eine Genmutation in einem Ionenkanal vor. Die Marburger Nachwuchswissenschaftlerin Kirsty Sophia Vowinkel will die Rolle von Mutationen im KCNJ5 Gen bei verschiedenen genetisch bedingten Herzrhythmusst\u00f6rungen aufkl\u00e4ren und damit die Grundlage f\u00fcr neue Behandlungsm\u00f6glichkeiten schaffen. Das Projekt wird mit 200.000 Euro gef\u00f6rdert.<br \/>\nIntensivpatienten mit einem schweren Schlaganfall oder Hirnblutung ben\u00f6tigen h\u00e4ufig eine als &#8222;k\u00fcnstliches Koma&#8220; bezeichnete therapeutische Sedierung. Daf\u00fcr werden Narkosemittel eingesetzt, die entweder inhaliert oder dem Patienten \u00fcber die Vene gegeben werden. Unklar ist bisher, welches der beiden Verfahren vorteilhafter ist.<br \/>\nDie intraven\u00f6se Gabe der Narkosemittel \u00fcberzeugt durch ihre einfache Handhabung. Nachteilig ist jedoch, dass sich die Substanzen im K\u00f6rper anh\u00e4ufen und somit das Aufwachen verl\u00e4ngert wird. Hinzu kommt die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten.<br \/>\nIm Gegensatz dazu haben inhalative Narkosemittel weniger Wechselwirkungen und h\u00e4ufen sich im K\u00f6rper nicht an. Der Gie\u00dfener Forscher Dr. Patrick Schramm und sein Marburger Kooperationspartner Dr. Ole Simon und Dr. Leona M\u00f6ller erhalten f\u00fcr einen ersten wissenschaftlichen Vergleich der beiden Verfahren 79.000 Euro.<br \/>\nDendritische Zellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Der Marburger Forscher Dr. Johannes Mayer und sein Gie\u00dfener Kooperationspartner Prof. Dr. Marek Bartkuhn gehen davon aus, dass sich Dendritische Zellen an ihre Gewebeumgebung anpassen und spezifizieren. Sie wollen jetzt untersuchen, ob diese Spezifizierung bei der Immunantwort gegen Impfstoffe eine Rolle spielt und sie positiv oder negativ beeinflusst.<br \/>\nDurch komplexe Einzel-Zell-Analysen wollen die beiden Wissenschaftler die gewebespezifischen Entwicklungsstufen von Dendritischen Zellen in der Haut und Lunge analysieren und ihre Funktion genau definieren, um eine verbesserte Impfantwort zu erzielen. 270.000 Euro wendet die Stiftung f\u00fcr das Projekt auf.<\/p>\n<p>* pm: Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung unterst\u00fctzt acht wissenschaftliche Projekte in Gie\u00dfen und Marburg. 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Juni) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der medizinischen Fachbereiche der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (JLU) und der Philipps-Universit\u00e4t Marburg die Chance, ihre Forschungsprojekte bei der Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung einzureichen und finanzielle Unterst\u00fctzung zu erhalten.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":10042,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10042","url_meta":{"origin":8659,"position":1},"title":"Andrang an Ausschreibung: Hohe Resonanz f\u00fcr Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung","date":"1. Juli 2022","format":false,"excerpt":"Eine hohe Resonanz auf ihre 16. Ausschreibung meldet die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung. 40 Medizinforschende haben eine Projektf\u00f6rderung beantragt. Mit ihrer diesj\u00e4hrigen Ausschreibung zur F\u00f6rderung medizinischer Forschungsprojekte trifft die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung den Nerv der Zeit. Insgesamt rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philipps-Universit\u00e4t und der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen haben bis Donnerstag (30. Juni) ihre Projektvorschl\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":13149,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=13149","url_meta":{"origin":8659,"position":2},"title":"Aufruf und Antr\u00e4ge: 40 Forschungsvorhaben bei Stiftung eingereicht","date":"5. Juli 2023","format":false,"excerpt":"Einen erfolgreichen Aufruf hat die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung gestartet. Darauf hat sie 40 vielversprechende Projektantr\u00e4ge von Medizinforschenden erhalten. Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Resonanz auf ihre diesj\u00e4hrige Ausschreibung f\u00fcr medizinische Forschungsprojekte hat die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung erhalten. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am Freitag (30. Juni) haben insgesamt 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philipps-Universit\u00e4t und der Justus-Liebig-Universit\u00e4t\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":20259,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=20259","url_meta":{"origin":8659,"position":3},"title":"Vorrangig verteilt: 50 Antr\u00e4ge zur neuen F\u00f6rderrunde","date":"1. Juli 2026","format":false,"excerpt":"Eine gro\u00dfe Resonanz auf ihre aktuelle Ausschreibung kann die Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung verzeichnen. Sie hat 50 Antr\u00e4ge erhalten. Die aktuelle Ausschreibung der Von-Behring-R\u00f6ntgen-Stiftung ist auf gro\u00dfe Resonanz gesto\u00dfen: 50 Antr\u00e4ge zur F\u00f6rderung medizinischer Forschungsprojekte sind bis zum Ende der Frist am Dienstag (30. Juni) 2026 eingegangen. 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