{"id":8658,"date":"2022-01-27T11:07:21","date_gmt":"2022-01-27T10:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=8658"},"modified":"2022-01-27T11:07:21","modified_gmt":"2022-01-27T10:07:21","slug":"als-vorsorge-stadt-bereitet-sich-auf-ausfaelle-bei-kinderbetreuung-vor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=8658","title":{"rendered":"Als Vorsorge: Stadt bereitet sich auf Ausf\u00e4lle bei Kinderbetreuung vor"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt bereitet sich auf Ausf\u00e4lle in der Kinderbetreuung vor. Sie erwartet verringertes Kitapersonal durch die Omikron-Variante. <!--more--><br \/>\nDie Kinderbetreuung in Marburg trotz Pandemie aufrecht zu erhalten, hat in der Universit\u00e4tsstadt Marburg oberste Priorit\u00e4t. Allerdings <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=8656\">steigen die Infektionszahlen stetig<\/a> an und die Omikron-Variante breitet sich weiter aus. Das betrifft auch vermehrt p\u00e4dagogisches und hauswirtschaftliches Personal in den Kitas.<br \/>\nDadurch kann es zu Einschr\u00e4nkungen der Betreuungszeiten oder zur Schlie\u00dfung von Gruppen kommen. &#8222;Wir wissen, wie unheimlich wichtig ein stabiles Betreuungsangebot f\u00fcr alle Eltern ist&#8220;, bekr\u00e4ftigte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier. &#8222;Daher tun wir alles, um die Kinderbetreuungsangebote in Marburg so lange wie m\u00f6glich aufrecht zu erhalten.&#8220;<br \/>\nAllerdings sei es ebenso wichtig, die Sicherheit aller zu ber\u00fccksichtigen, betonte die Jugenddezernentin. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen bitten wir um Verst\u00e4ndnis, wenn es wegen Personalmangels in den Kitas zu Einschr\u00e4nkungen kommt.&#8220;<br \/>\nDie Infektionen breiten sich rasant aus. Gab es in den ersten beiden Januarwochen nur drei positive F\u00e4lle , so waren es in der dritten Woche bereits weitere 23 F\u00e4lle, davon 13 Kinder und zehn Erwachsene. In den ersten beiden Wochen waren ein Kind und zwei Erwachsene betroffen.<br \/>\nIn der laufenden Woche sind von Montag (24. Januar) bis Mittwochmittag schon 38 F\u00e4lle hinzugekommen. Davon betroffen sind 23 Kinder und 15 Erwachsene. Das sind die positiven Ergebnisse durch Schnell- oder PCR-Tests, die den Einrichtungen durch Mitarbeitende oder Eltern gemeldet wurden.<br \/>\nDurch die Ausf\u00e4lle kommt es vermehrt zu Personalmangel in den Einrichtungen. Von den steigenden Infektionszahlen sind zudem sowohl Kinder als auch Erwachsene in der Kindertagespflege betroffen.<br \/>\nTrotz der Bem\u00fchungen kann die zunehmende Infektionslage bei Kindern und p\u00e4dagogischen Fachkr\u00e4ften zu Einschr\u00e4nkungen in der Betreuung f\u00fchren. Bereits jetzt m\u00fcssen einige der st\u00e4dtischen Kitas und Einrichtungen freier Tr\u00e4gerschaft die Betreuungszeiten einschr\u00e4nken. Dabei gibt es nicht nur Ausf\u00e4lle durch Corona-Infektionen, sondern auch wegen anderer Erkrankungen und au\u00dferdem der aktuellen Erk\u00e4ltungszeit.<br \/>\nUnbesetzte Stellen und der Fachkr\u00e4ftemangel versch\u00e4rfen die Situation zus\u00e4tzlich. &#8222;Wir fahren seit zwei Jahren auf Sicht&#8220;, berichtete Kai Abraham vom Gesamtverband der evangelischen Kirchen. &#8222;Die Omikron-Welle trifft auf ausgelaugtes Personal.&#8220;<br \/>\nAuch Marina D\u00f6rnemann von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Marburger Waldkinderg\u00e4rten \u00e4u\u00dferte sich besorgt: &#8222;Gerade in kleinen Kitas wird es fatal, wenn eine Fachkraft ausf\u00e4llt.&#8220;<br \/>\nLisa Konur von der Tr\u00e4gerleitung der Kinder- und Jugendhilfe Marburg erg\u00e4nzte: &#8222;In manchen Einrichtungen fehlen inzwischen f\u00fcnf bis sieben Fachkr\u00e4fte. Das macht es nicht gerade einfach, die Dienstpl\u00e4ne zu gestalten und alle Betreuungszeiten weiterhin abzudecken.&#8220;<br \/>\nHinzu kommt eine zus\u00e4tzliche Einschr\u00e4nkung: F\u00e4llt eine Kraft aus, k\u00f6nnen nicht einfach die Mitarbeiter*innen nebenan sie vertreten oder die Kinder mitbetreuen, weil die Trennung der Gruppen aufrechterhalten werden muss. Daher kann es in den n\u00e4chsten Wochen zu erh\u00f6htem Personalausfall und infolgedessen zu gek\u00fcrzten Betreuungszeiten oder gar Gruppenschlie\u00dfungen kommen.<br \/>\nIm Extremfall, den die Universit\u00e4tsstadt Marburg mit allen Mitteln zu verhindern versucht, kann auch die Schlie\u00dfung ganzer Einrichtungen notwendig sein, sofern sich keine andere L\u00f6sung finden l\u00e4sst. Die Stadt bittet um Verst\u00e4ndnis.<br \/>\nDer erste gemeldete Fall unter den Kindern konnte dabei durch die Pr\u00e4ventionswochen der Stadt erfasst werden. In den Pr\u00e4ventionswochen erhielten alle Eltern, die das wollten, f\u00fcr ihre Kinder in Marburger Kindertageseinrichtungen Anfang Januar drei &#8222;Lutsch-Selbsttests&#8220; pro Woche.<br \/>\n&#8222;Das freiwillige Test-Angebot der Stadt wurde sowohl seitens der Elternschaft als auch von den Teams sehr gut angenommen&#8220;, berichtete Angela Stefan von der Leitung des st\u00e4dtischen Fachdiensts Kinderbetreuung. &#8222;Auch die ,Corona-Expertengruppe Kinderbetreuung&#8216; hat aus diesem Grund der Stadt Marburg empfohlen, die Pr\u00e4ventionswochen f\u00fcr Kinder fortzuf\u00fchren.&#8220;<br \/>\nDaher stellen die Stadt und die freien Tr\u00e4ger den Eltern zwei Tests pro Woche f\u00fcr ihre Kinder zur Verf\u00fcgung, um sie weiterhin in vertrauter Umgebung zuhause vor dem Besuch in der Kita testen zu k\u00f6nnen. Das gilt, solange das kritische Infektionsgeschehen besteht. Eltern, die an den freiwilligen Tests f\u00fcr ihre Kinder bisher noch nicht teilgenommen haben, k\u00f6nnen jederzeit einsteigen.<br \/>\nDie Tests, die die Stadt mit Zusch\u00fcssen des Landes Hessen finanziert, erhalten die Eltern weiterhin kostenlos. Sie haben sich bereits als ein gutes Mittel der Pr\u00e4vention bew\u00e4hrt. Allerdings gilt es aufgrund der steigenden Infektionszahlen weitere Ma\u00dfnahmen zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nDas <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=8650\">Gesundheitsamt hat entschieden, ab sofort<\/a> bei einem positiv best\u00e4tigten Fall in einer Gruppe die Kinder als Kontaktpersonen ersten Grades nicht mehr in Quarant\u00e4ne zu schicken. Eine p\u00e4dagogische Fachkraft ohne vollen Impfschutz muss als Kontaktperson eins aus Gr\u00fcnden des Arbeitsschutzes allerdings in Quarant\u00e4ne. Wenn Kinder symptomfrei sind, k\u00f6nnen sie weiterhin in die Kita kommen.<br \/>\nVoraussetzung daf\u00fcr ist aber eine t\u00e4gliche Testung f\u00fcr zehn Tage. Diese Testung erfolgt am ersten Tag nach Bekanntwerden einer Infektion verpflichtend mit einem PCR-Test und anschlie\u00dfend zehn Tage lang mit B\u00fcrgertests oder alternativ mit Schnelltests. Die Stadt Marburg stellt auch diese Tests den Eltern f\u00fcr ihre Kinder zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nDie Einrichtungen behalten sich vor, die Schnelltests einzusehen oder sich die t\u00e4gliche Testung per Unterschrift best\u00e4tigen zu lassen. &#8222;Es ist sehr wichtig, dass die Familien die zur Verf\u00fcgung gestellten Tests auch weiterhin entsprechend nach den Regelungen des Gesundheitsamtes umsetzen&#8220;, appellierte Stefanie Lambrecht von der Leitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt, an alle Eltern. Ansonsten k\u00f6nne sich das Virus unbekannterweise nur noch schneller ausbreiten und den Kitabetrieb sowie vor allem die Gesundheit aller gef\u00e4hrden.<br \/>\n&#8222;Insgesamt sind wir sehr dankbar, wie gut Eltern und Kitapersonal miteinander in Kontakt stehen&#8220;, lobte Lambrecht die bisherige Kommunikation im Krisenfall. &#8222;Eltern und Personal melden sich jeweils sofort, wenn ein Schnelltest beziehungsweise Lutsch-Test positiv sein sollte und sich dies gar durch einen PCR-Test best\u00e4tigt.&#8220;<br \/>\nNeben den Quarant\u00e4neregelungen des Gesundheitsamts gelten in den Marburger Kitas zudem weiterhin die bestm\u00f6gliche Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln, der 3-G-Bestimmungen f\u00fcr das Personal, die Trennung von Gruppen und die Testung bei Anlass und Verdacht. Erzieher*innen, die in anderen Gruppen einspringen, tragen FFP2-Masken.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt bereitet sich auf Ausf\u00e4lle in der Kinderbetreuung vor. 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